Werner Kogler: "CO₂ wird einen Preis bekommen“

Werner Kogler: "CO₂ wird einen Preis bekommen“
2021 wird das Kernstück der Öko-Steuerreform beschlossen. Der Vizekanzler über sein erstes Jahr mit Kurz, den „Oppositions-Trumpismus“ der SPÖ und das Grasser-Urteil.

KURIER: Herr Vizekanzler, die Grünen haben jetzt bald ihr erstes Regierungsjahr hinter sich. Ein Jahr, von dem es nichts Positives zu berichten gibt...

Werner Kogler: Es war zwar ein schweres Jahr, aber es gibt trotzdem Positives. Die Konjunkturpakete zur Bekämpfung der Krisenfolgen bewirken, dass wir mehr in den Umwelt- und Klimaschutz investieren, als je zu erwarten gewesen wäre. Wir haben nicht nur eine, sondern sechs bis sieben Klimamilliarden auf den Weg gebracht. Zählt man die europäischen Pakete hinzu – Österreich bekommt ja drei bis vier Milliarden aus der Union –, dann kommen wir in den fünf Jahren dieser Legislaturperiode auf bis zu zehn Klimaschutzmilliarden. Und das sind nur die öffentlichen Gelder. Dazu kommen noch die privaten Investitionen, die wir durch Förderungen auslösen. Die gute Nachricht des Jahres lautet, dass wir einen Öko-Keynesianismus praktizieren, und auch Finanzminister Blümel plötzlich ein Keynesianer ist.

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