Impfstoff könnte vor Weihnachten für die EU zugelassen sein

© APA - Austria Presse Agentur

Politik Inland
12/16/2020

Corona-Impfstart: Der Fahrplan zum Jaukerl

Wer wird wann wie geimpft? Und wie gefährlich ist die Impfung wirklich? Ein Überblick.

von Christian Böhmer, Ernst Mauritz, Marlene Patsalidis

Sollte es tatsächlich so sein, dass ausgerechnet am Heiligen Abend die ersten Impfdosen gegen Covid-19 in Österreich eintreffen - oder gar verabreicht werden?

Was wie das Drehbuch eines rührseligen Hollywood-Schinkens anmutet, ist gesundheitspolitische Realität. Denn der mittlerweile beschleunigte Fahrplan zur europaweiten Impfzulassung lässt es mehr als plausibel erscheinen, dass die ersten Österreicher noch 2020 gegen das Corona-Virus geimpft werden können.

Wie ist der genaue Ablauf?

  • 21. Dezember: Die europäische Arzneimittelagentur EMA entscheidet, ob das Präparat von Pfizer/BioNTech – ein mRNA-Impfstoff (siehe unten), mit dem in Großbritannien und den USA bereits geimpft wird – auch in Europa zugelassen werden soll. Nach den bisher vorliegenden Daten und Experten-Meinungen ist dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall.
  • 23., 24. Dezember: Nachdem die EU-Kommission den Impfstoff formal zugelassen hat, werden jedem der 27 EU-Staaten rund 10.000 Impfdosen zugestellt. Diese landen in Österreich kurzfristig in einem Lager in Wien-Simmering und werden sofort in Alten- und Pensionistenwohnheime in Wien und Niederösterreich zur Impfung weitergeleitet. Grund dafür ist die geografische Nähe zum Lager. Das bedeutet: Noch vor Silvester werden 5.000 Menschen in Österreich mit der Impfung versorgt.

    Deutschland peilt für den Impfstart den 27. Dezember an.
  • 12. Jänner: Spätestens an diesem Tag entscheidet die EMA über einen weiteren Impfstoff, nämlich den der Firma Moderna. Die Zulassung ist sehr wahrscheinlich.
  • 31. Jänner: Bis Monatsende müssen von Pfizer/BioNTech vertraglich zugesagt 240.825 Dosen in Österreich eintreffen. Im Jänner und Februar werden gemäß österreichischem Impfplan Hochrisiko-Gruppen und Mitarbeiter des Gesundheitsbereichs geimpft.
  • Februar: Das Gesundheitsministerium rechnet mit der Zulassung des dritten Impfstoffs, nämlich von AstraZeneca. Gleichzeitig kommen in diesem Monat wieder 331.500 Dosen von Pfizer/BioNTech. Im Februar beginnt die „erweiterte Verimpfung“. Personen ab 65 und Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur werden geimpft. In dieser Phase impfen auch schon die niedergelassenen Ärzte.
  • März: 375.375 weitere Dosen des Impfstoffes von BioNTech müssen in Österreich sein. Das Volumen steigt damit auf 900.000 Dosen (reicht für 450.000 Personen) – nur von diesem einen Hersteller.
  • April: Es startet die „breite Verimpfung“. Die „Allgemeinbevölkerung“ wird in Impfstraßen, von Arbeitsmedizinern und niedergelassenen Ärzten mit Impfungen versorgt.
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