Top-Klimaforscherin Ürge-Vorsatz: "Es gibt so viele Lösungen“

Klimaforscherin Diana Ürge-Vorsatz sitzt in einem Hörsaal der CEU
Die in Wien tätige, renommierte Physikerin erklärt, worum es bei der COP28 in Dubai geht und warum sie trotz allem optimistisch bleibt.

Diana Ürge-Vorsatz ist Professorin an der Central European University (CEU) in Wien und stellvertretende Vorsitzende des UN-Wissenschaftsgremiums IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Als solche nimmt sie auch an der noch bis 12. Dezember laufenden Weltklimakonferenz COP28 in Dubai teil.

Mit dem KURIER sprach sie über ihre Erwartungen an die COP, worauf es in Dubai ankommt und warum sie trotz allem optimistisch bleibt.

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KURIER: Sie nehmen zum ersten Mal als stellvertretende Vorsitzende des IPCC an einer COP teil. Was bedeutet das für Sie? 

Diana Ürge-Vorsatz: Ich empfinde es als eine enorme Verantwortung, aber auch als Chance. Die Welt hat in den letzten beiden Sommern begonnen, die Extreme der Extreme zu erleben und leider wird es dieses und nächstes Jahr wegen El Niño nicht besser werden. Wir müssen mit noch mehr klimabedingten Katastrophen rechnen. Es ist daher ein entscheidender Zeitraum und das bedeutet, dass die Entscheidungsträger in den Regierungen gutes, auf Fakten basierendes Wissen brauchen, damit sie unter hohem Druck richtige Entscheidungen treffen können. Und das ist unsere Aufgabe: die wissenschaftlichen Erkenntnisse aufzubereiten und zu bewerten.

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