Rahmenabkommen USA-Iran läuft aus: Was es gebracht hat
Seit Ende Februar dauert die Iran-Krise nun bereits an. Im April einigten sich beide Seiten auf ein 60-tägiges Rahmenabkommen. Dieses ist mittlerweile ausgelaufen. Waffenruhe, freie Schifffahrt in der Straße von Hormus oder eine Lösung im iranischen Atomprogramm: In keinem der Punkte gab es eine Einigung. Hier eine Bilanz.
US-Präsident Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage zu US-Territorium erklären. Der Iran zeigt sich unbeeindruckt und rief indes Kopfgeld auf US-Soldaten aus.
Auch in Israel ist von Frieden keine Spur. Israel blockiert den Gaza-Frieden weiter, will „30-40“ Menschen pro Nacht töten, wie es Polizeiminister Itamar Ben-Gvir nannte. Auch im Libanon wird Israel seine Angriffe fortsetzen und nicht abziehen.
„Das sind keine Menschen“: Israel blockiert Gaza-Frieden weiter
Drei Szenarien, wie es im Krieg gegen den Iran weiter gehen könnte
Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
Iran-Krieg
-
Straße von Hormus: Wenig Schiffsverkehr
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.
-
„Das sind keine Menschen“: Israel blockiert Gaza-Frieden weiter
Die Regierung in Jerusalem blockiert auch die jüngsten Friedensbemühungen der USA im Gaza-Streifen, ihr rechtsextremer Sicherheitsminister fordert die tägliche Tötung der Menschen dort.
-
Israel droht mit weiteren Angriffen
Nach Angriffen mit elf Toten im Süden des Libanon hat die israelische Armee bekräftigt, weitere Attacken gegen die libanesische Hisbollah-Miliz ausführen zu wollen, falls diese Israelis gefährdet. "Keine Rechnung wird offen bleiben", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag im Onlinedienst X. Bei den Attacken am Samstag wurden nach israelischen Angaben zwei Hisbollah-Kommandeure getötet, es starben aber auch Frauen und Kinder.
-
Kushner traf Hamas und al-Sisi zu Gesprächen über Gaza
Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat am Sonntag in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. In El Alamein traf er den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi sowie führende Vertreter der radikalislamischen Terrorgruppe Hamas. Anschließend reiste Kushner nach Medienberichten weiter zu Gesprächen nach Israel. Demnach wollte er dort unter anderem Ministerpräsident Benjamin Netanyahu treffen.
In El Alamein waren auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Rashad zugegen. Der Geheimdienst hatte das Treffen mit der Hamas auch vermittelt. Kushner forderte die Terrororganisation erneut zu einer überprüfbaren Entwaffnung auf, wie aus mit den Gesprächen vertrauten Quellen verlautete.
-
Parlament billigt Entwurf für Kontaktverbote zu Medien
Irans Parlament hat am Sonntag den Entwurf für ein Gesetz gebilligt, das Kontakte zu ausländischen Medien und Institutionen drastisch einschränken und unter Strafe stellen soll. Dem Entwurf zufolge sollen Interviews mit als feindlich eingestuften Medien verboten werden. Dazu gehören US-amerikanische oder israelische Medien sowie von diesen Ländern finanzierte Sender. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von bis zu zwei Jahren, berichtete die iranische Zeitung "Shargh".
Gespräche mit anderen ausländischen Medien sollen dem Geheimdienstministerium gemeldet werden. Kontakte zu ausländischen Botschaften oder Organisationen ohne vorherige Genehmigung des Außenministeriums sollen zudem mit Geldstrafen und dem Entzug bestimmter sozialer Rechte geahndet werden. Das Gesetz sieht zudem Haftstrafen von bis zu 30 Jahren vor, wenn politische Initiativen im Auftrag ausländischer Geheimdienste die Sicherheit des Irans gefährden. Diese Fälle sollen vor Revolutionsgerichten verhandelt werden.
-
Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden
Soldaten der jemenitischen Regierung haben nach eigenen Angaben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz durchgeführt – mit Artillerie, Raketenwerfern und Drohnen. Ziele waren Militärstützpunkte, Waffendepots und Fahrzeuge in verschiedenen Landesteilen, wie ein Armeesprecher sagte. Dutzende Kämpfer der Miliz seien getötet oder verletzt worden.
Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Von den Houthi gab es dazu zunächst keine Reaktion.
-
Hamas berät mit Ägyptens Geheimdienstchef US-Plan für Gaza
Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas hat am Sonntag mit Ägyptens Geheimdienstchef Hassan Rashad über die Zukunft des Gazastreifens beraten. Hamas-Chef Khalil al-Hayya bekräftigte laut staatlicher ägyptischer Nachrichtenagentur Mena bei dem Treffen in El-Alamein, dass die Hamas "zur Umsetzung des Plans von US-Präsident Donald Trump bereit" sei. Der Plan sieht eine Hamas-Entwaffnung und einen Rückzug Israels aus Gaza vor, Israel lehnt ihn jedoch ab.
Es ist der erste Besuch von Al-Hayya in Ägypten seit seiner Ernennung Ende Juli. Ein Vertreter der Hamas sagte der Nachrichtenagentur AFP vor dem Treffen, in den Gesprächen solle es um "die jüngsten Entwicklungen in den Verhandlungen" gehen sowie um "die Bemühungen, Israel zur Einhaltung der Vereinbarung zu bewegen". Die Hamas sei bereit, Trumps Pläne umzusetzen, "sobald sich Israel dazu verpflichtet".
-
Trumps Optionen im Wirtschaftskrieg gegen Teheran
Die USA bereiten eine beispiellose Verschärfung ihrer Sanktionen vor, um den Iran wirtschaftlich vollends zu isolieren. Nach der Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent, bereits in der kommenden Woche historisch einmalige Maßnahmen gegen Teheran zu verhängen, prüft die Regierung von Donald Trump nun drastische Schritte. Die Optionen reichen von Strafen gegen chinesische Großabnehmer und Banken über Sekundärzölle bis hin zu einer lückenlosen Landblockade.
Seit Beginn des Krieges gegen das Regime in Teheran Ende Februar hat die US-Regierung bereits den Schifffahrts-, Energie- und Finanzsektor des Landes mit harten Sanktionen belegt und eine Seeblockade errichtet. Nun will Washington auch die verbliebenen Schlupflöcher schließen. Daten der US-Sanktionsbehörde OFAC zufolge wurden seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit bereits Sanktionen gegen mehr als 1.000 Personen, Schiffe und Flugzeuge verhängt sowie Kryptowährungen im Wert von rund 500 Milliarden Dollar eingefroren.
-
Israel droht mit weiteren Angriffen
Nach Angriffen mit elf Toten im Süden des Libanon hat die israelische Armee bekräftigt, weitere Attacken gegen die libanesische Hisbollah-Miliz ausführen zu wollen, falls diese Israelis gefährdet. "Keine Rechnung wird offen bleiben", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag im Onlinedienst X. Bei den Attacken am Samstag wurden nach israelischen Angaben zwei Hisbollah-Kommandeure getötet, es starben aber auch Frauen und Kinder.
-
Iranische Armee setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus
Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden.
Hintergrund sind die anhaltenden militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Gegen ein Rahmenabkommen vom 17. Juni, das ein dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten vorsah, haben beide Seiten in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen.
-
Iran will in Katar Schicksal von festgehaltenen Piloten untersuchen
Der Iran fordert Katar auf, einem iranischen Team vor Ort die Untersuchung des Schicksals festgehaltener Piloten zu gestatten. Ein Experte der Luftwaffe und ein Untersuchungsteam warteten seit Monaten auf die Einreise nach Katar, sagte Mohammed Bakersadeh, ein Kommandeur im Generalstab der iranischen Streitkräfte, der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge am Sonntag.
Bakersadeh warf den Behörden in Katar vor, die Untersuchung zu verzögern und die Rückkehr der Piloten in den Iran zu verhindern. Er forderte zudem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auf, den Fall dringend zu verfolgen.
-
Iran richtet Mann wegen angeblicher Israel-Spionage hin
Im Iran ist ein weiterer Mann wegen angeblicher Spionage für Israel und die USA hingerichtet worden. Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan soll Shahram Sadeghi während der landesweiten Proteste im Dezember 2025 sein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Polizeioffizieren gesteuert und sieben Beamte verletzt haben. Er soll danach sein Auto in Brand gesetzt haben und geflüchtet sein.
Nach Darstellung der iranischen Behörden sind die landesweiten Proteste im Dezember und Jänner aus dem Ausland gesteuert worden. Unmittelbarer Auslöser war eine Wirtschaftskrise. Die Massendemonstrationen richteten sich später auch gegen die politische Führung. Irans Sicherheitsapparat schlug die Proteste brutal nieder. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet - der höchste verzeichnete Wert seit 1981.
-
Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandant im Südlibanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandanten der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandanten.
Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine "Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone". Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden.
-
Katar dementiert Gefangennahme iranischer Piloten
Katar hat am Samstag die Darstellung des Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten. Der Sprecher des Außenministeriums, Majed al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die "irreführenden Aussagen" zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren. Katar vermittelt neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.
Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Darin wird behauptet, dass die katarischen Streitkräfte drei iranische Piloten gefangen nahmen, nachdem ihre Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Iran-Kriegs abgestürzt waren.
-
Iran fordert Freilassung von drei im Oman festgehaltenen Kampfpiloten
Der Iran hat die Freilassung von drei im Oman festgehaltenen Kampfpiloten gefordert. Die drei Piloten seien nach dem Absturz ihres Kampfflugzeugs im März von katarischen Soldaten gefangen genommen worden, erklärte der General Mohammed Baghersadeh am Samstag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Die iranische Luftwaffe hatte im März einen US-Militärstützpunkt im Oman angegriffen.
Die Leiche eines bei dem Einsatz getöteten Piloten war nach Angaben Teherans Ende Juli an den Iran übergeben worden. Die drei anderen Kampfpiloten galten bisher offiziell als vermisst.
-
Mindestens elf Tote bei israelischen Angriffen
Bei zwei israelischen Luftangriffen im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens elf Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden. Demnach wurden zwei Häuser in den Außenbezirken der Städte Ansar sowie Deir al-Sahrani getroffen. Bei dem Angriff in Ansar wurden offiziellen Angaben zufolge sieben Menschen getötet und zwei weitere verletzt. In Deir al-Sahrani seien vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden.
-
Teheran bittet Rotes Kreuz um Hilfe bei Freilassung von Piloten
Der Iran hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz um Hilfe bei der Freilassung von drei Piloten gebeten, die nach seinen Angaben in Katar festgehalten werden. Dies geht aus einem Schreiben des iranischen Generalstabs hervor, das die halbamtliche Nachrichtenagentur FARS am Samstag veröffentlichte. Dem Schreiben zufolge wurden die Piloten gefangen genommen, nachdem ihre Flugzeuge bei einem Einsatz im März getroffen worden seien.
-
Teheran kämpft gegen Ölverschmutzung im Küstengebiet
Nach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Straße von Hormuz kämpft der Iran nach eigenen Angaben gegen eine massive Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Qeshm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung "Etemad".
Bereits am Freitag hatte der staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass 3,2 Hektar eigener Küste sowie neun Hektar der Küstengewässer betroffen seien. Es seien unter anderem Mangrovenwälder betroffen. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei bereits eingedämmt.
-
Medien: Sieben Tote bei israelischem Angriff im Südlibanon
Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind libanesischen Staatsmedien zufolge sieben Menschen getötet worden. Bei dem Angriff eines "feindlichen Kampfflugzeugs" auf ein Wohnhaus am Ortsrand von Ansar seien außerdem drei weitere Menschen verletzt worden, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA am Samstag. Es war der Angriff mit den meisten Todesopfern in dem Land seit der Vereinbarung eines Rahmenabkommens zwischen Israel und dem Libanon im Juni.
Das bei dem Angriff getroffene Wohnhaus wurde NNA zufolge zerstört. Demnach räumten Rettungskräfte Trümmer weg und brachten die Opfer in Krankenhäuser.
-
Erneut Schiff der Emirate angegriffen
Unterdessen ist erneut ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns ADNOC in der Straße von Hormus angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM in der Nacht auf Samstag. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht auf Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von ADNOC seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf.
-
Der Iran reagiert
Teheran lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle des Iran gesperrt oder freigegeben, teilt Gharibabadi auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Trumps Vorstoß fällt in eine Zeit, in der die Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges ins Stocken geraten sind und eine 60-tägige Waffenruhe ohne Verlängerung auszulaufen droht.
-
Trump: Werde Straße von Hormuz zu US-Territorium machen
US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. "Sobald wir den Iran besiegt haben - der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet -, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New Jersey. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht.
-
USA kündigen weitere Maßnahmen gegen den Iran an
Die USA werden US-Finanzminister Scott Bessent zufolge beispiellose Maßnahmen gegen den Iran ergreifen. „Wir werden Maßnahmen anwenden, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolierung eines Landes noch nie dagewesen sind“, sagt Bessent in der TV-Sendung „Rob Schmitt Tonight“ des US-Senders Newsmax.
Für die kommende Woche kündigt er weitere Erklärungen an. „Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolierung sein (...) und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder herausgelangt“, sagt der Minister.
-
Kushner plant Israel-Reise
Der US-Gesandte und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise nach Israel. Dort wolle er über die Lage im Gazastreifen beraten, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Zudem werde Kushner in Kairo mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei zusammentreffen, heißt es in dem Bericht weiter.
-
Straße von Hormus: Zwei Schiffe der Emirate angegriffen
Zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sind in der Straße von Hormus angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM in der Nacht auf Freitag. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verurteilten den Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen, aufs Schärfste. Das Außenministerium in Abu Dhabi betonte, dass der Angriff einen eklatanten Verstoß gegen die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats darstelle, die die Freiheit der Schifffahrt bekräftigt. Derartige Angriffe seien "Piraterieakte" der Iranischen Revolutionsgarden und stellten eine direkte Bedrohung für die Stabilität der Region, ihrer Bevölkerung und der globalen Energiesicherheit dar, teilte das Ministerium weiter mit. Der Iran müsse "diese unprovozierten Angriffe" einstellen und eine vollständige Wiedereröffnung der Meerenge gewährleisten.
-
Hamas-Behörden melden zwei Tote bei Israel-Luftangriffen in Gaza
Im Gazastreifen sind nach Angaben der Hamas-Behörden zwei Menschen bei israelischen Luftangriffen getötet worden, darunter ein ranghoher Polizist. Das Hamas-Innenministerium erklärte am Donnerstag, dass Gazas Polizeichef Jamal Mahmoud Abu Kamil "bei einem israelischen Luftangriff auf sein Fahrzeug" südwestlich der Stadt getötet worden sei. Der Hamas-Zivilschutz meldete zudem einen Toten bei einem Luftangriff westlich von Khan Younis.
-
Nach Klagen über Missstände: US-Flugzeugträger wird abgelöst
Nach alarmierenden Beschwerden über Missstände auf der „USS Abraham Lincoln“ soll der in Nahost eingesetzte Flugzeugträger laut Medienberichten abgelöst werden. Ersetzt wird er durch die „USS George Washington“, wie das „Wall Street Journal“ sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider melden. Laut CNN war der Austausch der Schiffe bereits zuvor geplant. Unklar war beiden Sendern zufolge hingegen, wie lange das Ganze dauert.
NBC News zufolge dauert ein solcher Wechsel für gewöhnlich mehrere Wochen. Das Pentagon und das US-Regionalkommando im Nahen Osten (CENTCOM) lehnten einen Kommentar auf Anfrage unter Verweis auf den Schutz der operativen Sicherheit ab.
Nach früheren Angaben der US Navy war die „USS George Washington“ Ende Juli im vietnamesischen Da Nang eingelaufen. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der Flugzeugträger die Hafenstadt in der Mitte des südostasiatischen Landes bereits am 5. August verlassen hat. Wohin er samt Verbund hinsteuerte, war zu dem Zeitpunkt unklar.
-
Houthi-Rebellen melden Angriff auf Aramco-Raffinerie in Saudi-Arabien
Die jemenitischen Hóuthi-Rebellen greifen einer Meldung ihrer Nachrichtenagentur Saba zufolge eine Raffinerie des Ölkonzerns Aramco im saudi-arabischen Jasan mit zwei Drohnen an. Aus Kreisen der vom Iran unterstützten Gruppe verlautet, die Attacke sei eine Reaktion auf saudi-arabische Verletzungen des jemenitischen Luftraums und der Souveränität in den Provinzen Saada und Haja. Eine Stellungnahme aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.
-
Meinl-Reisinger telefonierte mit iranischem Außenminister
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) hat am heutigen Donnerstag mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi telefoniert. Sie habe dabei "die Dringlichkeit betont, durch ernsthafte diplomatische Bemühungen zu Stabilität in der Region zurückzukehren", teilte Meinl-Reisinger auf X mit. "Es kann keine militärische Lösung geben. Die Möglichkeit zu einer diplomatischen Lösung gibt es."
Meinl-Reisinger hatte das Telefonat am Dienstag nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio in Washington angekündigt. Der Iran lehnt derzeit direkte Gespräche mit den USA ab. Als Begründung nennt das Regime in Teheran, dass die Supermacht wiederholt gegen die Bestimmungen der Waffenstillstandsvereinbarung vom Juni verstoßen habe.
Die Außenministerin bezeichnete die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz als "unsere Priorität". "Dass die Blockade desaströse Folgen für die Weltwirtschaft hat und insbesondere den globalen Süden mit einer Hungerkrise bedroht, kann auch nicht im Interesse des Iran liegen." Auch im Atomkonflikt poche Österreich auf einen diplomatischen Weg "und eine neue Vereinbarung unter vollständiger Einbindung der IAEA".
-
Israel meldet erneut gezielten Angriff auf Hamas-Kommandanten
Die israelische Armee hat erneut ein Hamas-Mitglied im Gazastreifen gezielt getötet. Es habe sich dabei um einen Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation gehandelt, teilte Israels Militär am Nachmittag mit. Der Getötete habe Angriffe gegen israelische Soldaten vorbereitet. Bei einem Drohnenangriff in Gaza-Stadt wurde zudem der dortige Polizeichef getötet, teilte das von der Terrororganisation Hamas geführte Gesundheitsministerium mit.
Israelische Medien meldeten, es sei seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung Anfang August der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen im Gazastreifen gewesen.
-
Waffenruhe zwischen USA und Iran soll verlängert werden
Die im Zuge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe soll nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlängert werden. Die Verlängerung könne weitere 60 oder sogar 90 Tage umfassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit den Gesprächen vertrauten Personen. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde.
Zugleich stehe eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bevor, hieß es weiter. Nach den Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen könnte diese noch vor Samstag kommen. Mitte August läuft eine 60-Tages-Frist für Verhandlungen ab, die ursprünglich in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran festgelegt wurde.
Zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten hat es nach iranischen Angaben keine Gespräche über eine Verlängerung der Waffenruhe gegeben. Da das Abkommen aus Sicht der Führung in Teheran kein Startdatum gehabt habe, habe es auch nichts zu verlängern gegeben, sagte ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
-
IEA senkt erneut Prognose für Ölnachfrage
Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet wegen der durch den Iran-Krieg hohen Öl- und Treibstoffpreise mit weniger Ölnachfrage als bisher. Gleichzeitig sinken durch den Krieg und die damit anhaltende Blockade von Öltransporten durch die Straße von Hormuz die weltweiten Ölvorräte. Erst im kommenden Jahr ist nach Einschätzung der IEA-Experten wieder mit einem Anstieg der globalen Nachfrage zu rechnen.
In diesem Jahr dürfte die tägliche globale Nachfrage nach Rohöl um durchschnittlich 1,6 Millionen Barrel sinken und damit um rund eine halbe Million mehr als bisher gedacht, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht für August des Interessenverbands von Industriestaaten hervorgeht. Dies ist der stärkste Einbruch seit der Corona-Krise. Im kommenden Jahr dürfte die tägliche Nachfrage um durchschnittlich 2,4 Mio. Barrel zulegen.
-
Trump über Straße von Hormus: „Sie gehört uns!“
Noch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus - doch die US-Regierung behauptet weiter, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. "Sie gehört uns", sagte Präsident Donald Trump vor Reportern. Irgendwann würden die Iraner "vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt". Aber die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position.
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte am Abend auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an - und seien der Beweis, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau.
Trump sagte weiter, er vertraue dem Iran nicht. "Sie haben mich ständig belogen." Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der "Tyrann im Nahen Osten". Bereits am Vortag hatte der Republikaner behauptet, nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde "zu 100 Prozent" von den USA kontrolliert.
-
US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von Oman
Das US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die US-Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff "M/V Vela Nova" gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Die Besatzung habe "wiederholte Warnungen" ignoriert. Zunächst war unklar, ob Menschen verletzt oder getötet wurden.
Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es.
-
Frachtschiff von Huthi-Miliz angegriffen
In der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer ist Insidern zufolge ein Frachtschiff von der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen angegriffen worden. Dabei seien drei Besatzungsmitglieder getötet worden, verlautet aus der jemenitischen Küstenwache und dem regierungstreuen Militär. Die Huthi-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist, kann von ihrem Gebiet aus die Meerenge im Osten des Roten Meeres kontrollieren. Sie hat eine Blockade gegen saudiarabische Schiffe im Roten Meer verhängt.
-
Ölpreis steigt wieder
Die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben am Dienstag die Ölpreise in die Höhe getrieben und für eine uneinheitliche Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag als neue Bedingung für ein Friedensabkommen Reparationszahlungen des Irans gefordert. Dies erschwert die Bemühungen um eine Wiedereröffnung der wichtigen Schifffahrtsstraße von Hormus.
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf 88,00 Dollar. Das US-Öl WTI stieg auf 82,45 Dollar. Beide Sorten erreichten damit den höchsten Stand seit dem 31. Juli. Der Goldpreis legte auf 4.409,81 Dollar je Feinunze zu.
-
Trump fordert Entschädigung vom Iran
US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts mit den USA und Israel. Die iranische Führung müsse für "all die Menschen, die sie getötet und schwer verwundet hat", Schadenersatz leisten, erklärte Trump am Montag auf der Plattform Truth Social. Er reagiert damit auf iranische Forderungen nach Entschädigungen für Kriegsschäden.
Unter anderem machte Trump den Iran auch für den Anschlag auf den amerikanischen Zerstörer "USS Cole" im Jahr 2000 im Jemen verantwortlich. Daher müsse Teheran die Angehörigen der Opfer entschädigen. Nach Ermittlungen des FBI planten und verübten Mitglieder des islamistischen Terrornetzwerks Al Kaida den Anschlag. In einem weiteren Beitrag forderte Trump, der Iran solle ebenfalls für die Schäden und Tötungen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza "verantwortlich gemacht" werden. Zudem sollten die Familien von Demonstranten entschädigt werden, die die iranische Führung in den vergangenen 50 Jahren getötet habe.
"Ich habe meine Vertreter angewiesen, diesen Punkt nachdrücklich in alle künftigen Verhandlungen einzubringen", betonte der US-Präsident mit Blick auf seine Entschädigungsforderungen. Der Republikaner machte keine genauen Angaben zur Höhe der Forderungen.
-
Irans Oberster Führer Khamenei ernennt neuen Armeechef
Der Oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, hat General Ali Abdollahi zum neuen Armeechef ernannt und damit seinen Einfluss auf das Militär der Islamischen Republik unterstrichen. "Generalmajor Ali Abdollahi wurde zum Generalstabschef der Streitkräfte erhoben", hieß es am Montag in einer auf Khameneis Internetseite veröffentlichten Erklärung.
Abdollahi hatte zuvor ein Militärkommando geleitet, das das Vorgehen der regulären iranischen Armee und der Revolutionsgarden koordiniert. Im Krieg mit den USA und Israel hatte er die Nachbarstaaten zuletzt vor einer Unterstützung Washingtons gewarnt. "Jedes Land, das dem kriminellen und aggressiven Amerika als Schutzschild dient, wird von den Flammen des Krieges verschlungen werden", erklärte Abdollahi.
-
Irans Sicherheitsrat mit neuem Chef
Der Iran hat die Führung seines einflussreichen Obersten Nationalen Sicherheitsrates neu besetzt. Zum Sekretär sei der frühere Kommandant der mächtigen Revolutionsgarden, Mohsen Rezaei, ernannt worden, teilte ein Sprecher von Präsident Massud Pezeshkian am späten Sonntagabend mit. Rezaei löst Mohammad Baqer Zolqadr ab, der das Amt erst Ende März übernommen hatte. Ein Grund für den Wechsel wurde nicht genannt.
Es war zunächst unklar, ob die Personalie eine Änderung der Politik des Landes nach sich ziehen wird. Rezaei gilt als eine in der Öffentlichkeit deutlich präsentere Figur als sein Vorgänger Zolqadr. Den Vorsitz des Sicherheitsrates hat der Präsident inne; Rezaei wurde auch zum Vize-Vorsitzenden des Rates ernannt. Zolqadr war Ende März für das Amt ernannt worden, nachdem sein Vorgänger Ali Larijani bei einem Luftangriff während des Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieges getötet worden war.
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat koordiniert die Sicherheits-und Außenpolitik der Islamischen Republik. Ihm gehören neben Vertretern von Staatsoberhaupt Mojtaba Khamenei, der in allen politischen Angelegenheiten das letzte Wort hat, auch ranghohe Militärangehörige, Geheimdienstmitarbeiter und Regierungsvertreter an.
-
Iran: Mekka-Sicherheitsbündnis ist "Wandel in Wahrnehmung"
Der Iran hat das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Verteidigungsabkommen als ein "Zeichen für einen Wandel in der Wahrnehmung" der USA durch diese Länder bezeichnet. Die Staaten der Region hätten erkannt, "dass Sicherheit keine Ware ist, die man bei denen kauft, die falsche Versprechen machen", sagte am Montag der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei.
"Die Länder in der Region können sich nicht mehr wie in der Vergangenheit auf die von den Vereinigten Staaten versprochenen Sicherheitsgarantien verlassen", betonte Baghaei vor Journalisten. Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das "Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka" am Freitag bekanntgegeben. Sie schlossen es angesichts des Kriegs Israels und der USA gegen den schiitisch geprägten Iran und seiner Folgen.
-
Friedensrat: Gaza-Fahrplan als Ausweg aus Gewaltspirale
Der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, sieht eine Umsetzung des Gaza-Fahrplans als einzigen Ausweg aus der Gewaltspirale in Nahost. „Israelis und die Menschen in Gaza haben ein gemeinsames starkes Interesse, aus dieser schrecklichen Gewaltspirale herauszukommen, die auf beiden Seiten so viele Leben gekostet und Zerstörung angerichtet hat“, sagte Mladenow im Gespräch mit dem israelischen TV-Sender N12.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag gesagt, Israel lehne den Fahrplan ab. „Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist.“
-
US-Präsident Donald Trump gelassen
Eine schnelle Wiedereröffnung der Straße von Hormuz ist weiter nicht gesichert. US-Präsident Donald Trump gab sich gelassen. "Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit", zitierte ihn das Nachrichtenportal "Axios" aus seinem Telefongespräch. Die USA würden sich Verhandlungen mit dem Iran nicht vollständigen widmen. "Wir beobachten den Iran lediglich mit seiner enormen Inflation und der Tatsache, dass sie kein Geld haben." Trump hob demnach hervor, dass es dem Iran wirtschaftlich sehr schlecht gehe und dass die Seeblockade der USA gegen iranische Häfen die Situation verschärft habe.
"Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie", sagte der US-Präsident laut "Axios" über das Hin und Her mit dem Iran. Das US-Medium zitierte zudem US-Beamte mit der Aussage, dass Trump vorerst auf Deeskalation setze.
-
Iran tauscht obersten Sicherheitsberater aus
Der ehemalige Kommandeur der mächtigen iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohsen Resai, ist neuer Vorsitzender des iranischen Nationalen Sicherheitsrates. Der oberste Führer Modschtaba Chamenei habe ihn ernannt, teilten iranische Medien übereinstimmend mit. Chamenei schrieb dies auch selbst auf X.
Mit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren durch amerikanisch-israelische Luftangriffe viele zentrale Personen der iranischen Führung getötet worden. Dass nun der bisherige Vorsitzende des Sicherheitsrates, der eher unbekannte Brigadegeneral Mohammed Bagher Solghadr, durch Resai ersetzt wird, könnte auf eine weitere Festigung des Einflusses der IRGC auf die Regierung hindeuten.
-
Netanjahu erteilt Trump-Plan Absage
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem 15-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen eine Absage erteilt. Zugleich machte er am Sonntag einen Rückzug aus dem Gebiet von der vollständigen Entwaffnung der radikal-islamischen Palästinenserbewegung Hamas abhängig. Solange er Ministerpräsident sei, werde es zudem keinen Palästinenserstaat im Gazastreifen oder im Westjordanland geben.
Einige Ideen aus dem Plan der US-Regierung seien annehmbar, andere nicht, so Netanjahu. US-Präsident Trump hatte im vergangenen Monat einen Durchbruch bei seinem Plan zur Beendigung des Krieges verkündet. Die Grundlage dafür war ein Waffenstillstand, auf den sich Israel und die Hamas bereits im vergangenen Jahr verständigt hatten. Israel hat jedoch seit der Vereinbarung des Waffenstillstands im Oktober weiterhin Angriffe im Gazastreifen geflogen. Trump hatte erklärt, die Hamas habe einer Entwaffnung zugestimmt.
-
Iran: 6 Forderungen für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus
Der Iran stellte nun sechs Forderungen für eine Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormus auf: Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hieß es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats. Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden.
Als weitere Bedingung nannte der Rat, die USA müssten die Seeblockade iranischer Häfen aufheben und ihre Streitkräfte aus dem Gebiet abziehen, wie der regierungstreue Sender Press TV aus der Erklärung zitierte. Außerdem müssten sie den Iran für Kriegsschäden vollständig entschädigen, Sanktionen aufheben und eingefrorene Vermögenswerte "bedingungslos" freigeben. Von diesen Forderungen werde der Rat nicht abweichen, hieß es weiter. Die USA müssten ihr Verhalten tatsächlich ändern.
Der Nationale Sicherheitsrat ist das höchste Entscheidungsgremium im Land, wird von Präsident Masoud Pezeshkian geleitet und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Mojtaba Khamenei. Der Rat, in dem viele Hardliner sitzen, überprüft das Abkommen, das zwischen Vertretern des Irans und des Omans getroffen wurde. Die USA schaffen es seit Monaten nicht, die nach Kriegsbeginn im Februar überhaupt erst geschlossene Meeresstraße wieder zu öffnen - weder durch militärische Gewalt noch durch diplomatische Bemühungen.
Kommentare