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Studenten-Austausch
02/22/2013

EU-Budget: Töchterle sieht großes Plus für Erasmus

Eine Verwaltungsreform soll ab 2014 mehr Geld für die Stipendien freimachen. Österreich ist schon jetzt im europäischen Spitzenfeld.

von Philipp Hacker-Walton

Es gibt, vor allem aus der ÖVP, viele Klagen über den Entwurf des EU-Budgets, den die Staats- und Regierungschefs vor zwei Wochen in Brüssel ausverhandelt haben. Zu hoch sei Österreichs Nettobeitrag, heißt es; das Ergebnis sei gerade einmal „akzeptabel“, berge aber einer „bitten Nachgeschmack“.

ÖVP-Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle ist vergleichsweise zufrieden. „Das Forschungsbudget steigt nach derzeitigem Stand um 25 bis 30 Prozent – das sind 15 Milliarden Euro mehr auf sieben Jahre“, sagt Töchterle zum KURIER. Auch im Bildungshaushalt, der die Unis betrifft, gibt es dem Vernehmen nach ein Plus von bis zu 30 Prozent. „Inflationsbereinigt steigt das Bildungsbudget nicht sehr stark, aber es steigt – das ist gut.“

Mehr Geld, weniger Bürokratie

Eine besonders gute Nachricht gibt es beim Erasmus-Programm: Hier werde unterm Strich ein Plus stehen, sagt Töchterle. Ab 2014 gibt es eine Bürokratie-Reform: Mehrere kleinere Programme, etwa für Schulen und lebenslanges Lernen, werden mit dem Studenten-Austausch als „Erasmus für alle“ zusammengefasst. „Alles kommt unter ein Dach, was bürokratische Vereinfachungen bringt“, sagt Töchterle. „So kommt mehr Geld dort an, wo es ankommen muss: Bei der Förderung der Mobilität junger Menschen.“

Wie viel mehr Stipendien es für heimische Studenten geben wird, lässt sich noch nicht sagen. Österreich dürfte aber überdurchschnittlich profitieren: Während hierzulande jeder zehnte Hochschulabsolvent einen Erasmus-Aufenthalt macht, sind es im EU-Durchschnitt nur 4,5 Prozent. Insgesamt haben in den vergangenen Jahren jeweils rund 5000 Studenten aus Österreich an Erasmus teilgenommen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 30.000.

Österreich agiert sehr erfolgreich bei Erasmus, wir steigern uns ständig“, sagt Töchterle. „Erasmus ist nicht nur eine europäische, sondern auch eine österreichische Erfolgsgeschichte.“

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