Leben
11.12.2018

May in Auto eingesperrt: Netz witzelt mit Brexit-Analogien über Panne

Die britische Premierministerin konnte bei einem Besuch in Berlin ihren Wagen nicht verlassen.

Für Theresa May gestalten sich die (noch) laufenden Brexit-Verhandlungen alles andere als einfach.

Ein weiterer Stolperstein erwartete die britische Premierministerin am Dienstag bei einem Besuch in Berlin. May traf in der deutschen Hauptstadt Bundeskanzlerin Angela Merkel, um nochmals eine Rettung des zu platzen drohenden Brexit-Deals zwischen Großbritannien und der EU zu besprechen.

Doch noch bevor die Gespräche dazu beginnen konnten, wurde May von einer Panne blockiert.

Autotür blieb zu

Als eine Bedienstete der Politikerin beim Aussteigen vor dem Bundeskanzleramt die Autotür öffnen wollte, schien dies nicht so recht klappen zu wollen. Offenbar war diese von innen versperrt worden. Die Angestellte zog vergeblich an der Klinke. Das zeigt unter anderem Videomaterial, welches der TV-Sender Sky auf Twitter veröffentlichte. Währenddessen stand Angela Merkel wartend und wie angewurzelt vor dem Auto und beobachtete die bizarren Szenen.

Schließlich gelang es einem anderen Mitarbeiter, die Sperre zu deaktivieren. May stieg daraufhin lächelnd aus dem Wagen und begrüßte die deutsche Kanzlerin.

Auf Twitter nahmen zahlreiche User den Vorfall zum Anlass, um sich über die Premierministerin lustig zu machen – und die Brexit-Verhandlungen hämisch zu kommentieren.

Die Szenen seien eine "Metapher für den Brexit", so der Tenor.

"Wie kann sie uns aus der EU rauskriegen, wenn sie es nicht mal aus ihrem eigenen Auto schafft", spottete etwa ein User. "Wenn man genau hinhört, kann man May 'Bitte, zwingt mich nicht dazu auszusteigen' schreien hören", witzelte ein anderer.

"Wenigstens ist sie nicht herausgetanzt", kommentierte ein Nutzer das Video in Anspielung auf Mays Tanzeinlagen (unter anderem bei Auslandsbesuchen), die in jüngster Vergangenheit mehrmals für Erheiterung im Netz gesorgt hatten.

Ende August ließ sich die Politikerin etwa beim Besuch einer Schule in Kapstadt zum Mitschwingen animieren. Auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken hagelte es damals spöttische Kommentare. May tanze wie ein Roboter, ein "Maybot", witzelte ein User etwa. "Wie Mick Jagger nach einem Schlaganfall", kommentierte eine Nutzerin hämisch. Tatsächlich schienen May die ungewohnten Tanzschritte sichtlich Probleme zu bereiten.

Bei einer Parteitagskonferenz der Conservative Party nutzte sie in Birmingham im Oktober ebenfalls die Gunst der Stunde: Zu den Klängen von Abbas "Dancing Queen" tänzelte die Britin vor versammelter Partei ans Rednerinnenpult. Gelächter im Saal und belustigte Reaktionen im Netz sollten die Folge sein.