© Facebook/Jess Fielder Photography

Body Shaming
08/05/2016

Frauen machen sich gegen Körperkritik stark

Die US-amerikanische Fotografin Jess Fielder hat Frauen fotografiert, die Opfer von Body Shaming wurden.

"Du könntest ein paar Kilo mehr auf den Rippen gut vertragen", "Mit weniger Gewicht wärst du hübscher", "Du hast zu breite Hüften" - es sind Sätze wie diese, die Frauen zu Opfern von Body Shaming machen. Body Shaming bezeichnet die herablassende und beschämende Beurteilung eines Körpers und ist als Begrifflichkeit gewissermaßen zu einem Schlagwort geworden. Immer mehr Menschen wehren sich dagegen, dass (Frauen)-Körper kritisch kommentiert werden.

"Project Self Love"

Die Fotografin Jess Fielder ist beispielhaft dafür. Die im US-Bundesstaat New Jersey lebende Fotografin stellt sich mit ihrem Project Self Love mit Nachdruck gegen diese Form der Körperkritik. Für ihre Serie fotografierte Fielder Frauen zusammen mit Botschaften, die ihre Körper beurteilen. In einem zweiten Schritt bat die Künstlerin ihre Testimonials erneut vor ihre Kamera. Dieses Mal lichtete sie sie jedoch mit positiven, gegen die Kritik gewandten Botschaften ab. Damit bringen die Frauen Aspekte ihrer Persönlichkeit zu Ausdruck, die ihnen wertvoll erscheinen und sie sie als Mensch ausmachen. Dagegen sehen die beleidigenden Kommentare ganz schnell alt aus.

"Ich habe Frauen darum gebeten etwas aufzuschreiben, das jemand anderer einmal über sie oder ihr Leben gesagt hat und damit einen negativen Einfluss auf ihren Selbstwert genommen hat. Dann bat ich sie etwas aufzuschreiben, das sie als Mensch ehrlich auszeichnet und nichts mit ihrem Körper zu tun hat. Es ist wunderbar zu sehen, wie sich die Mimik der Frauen auf den Bildern mit den Botschaften in ihren Händen verändert", so Fielder über ihr Projekt.

So posiert beispielsweise eine junge Frau, die für ihre schlanke Figur verurteilt wurde mit der Message: "Ich bin selbstbewusst". Eine kurvige Frau hält wiederum ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin mitfühlend" hoch. Ein groß gewachsenes Testimonial stellt wiederum fest: "Ich bin ein herzensguter Mensch".

Statement gegen Körperkritik

Die Bilder, die allesamt auf der Facebookseite der Fotografin veröffentlicht wurden, sind als Statement gegen die Kritik an Körpern und für mehr Selbstliebe zu verstehen. Unter einem Gruppenfoto, das alle Teilnehmerinnen des Projekts zeigt, fasst Fielder die Intention hinter ihrem Kunstprojekt zusammen: "Wir sind mehr als deine Meinung von uns. Wir sind mehr als du siehst. Wir sind wunderschön."