© APA/Coop 99/Jordi Belver

Hubert Sauper
12/05/2013

Sundance-Festival: Österreicher im Wettbewerb dabei

Hubert Saupers "We come as friends" (Entente Cordiale) feiert bei dem weltweit wichtigsten Independent-Festival im Jänner seine Weltpremiere. Auch "Feuchtgebiete" im Wettbewerb.

Hubert Saupers neuer Film "We come as friends" (Entente Cordiale) wird im internationalen Doku-Wettbewerb des Sundance Filmfestivals seine Weltpremiere feiern. Das weltweit wichtigste Independent-Fesitval im US-Bundesstaat Utah findet von 16. bis 26. Jänner statt. Im Spielfilm-Wettbewerb geht unter anderem die Buch-Verfilmung "Feuchtgebiete" an den Start. Insgesamt treten 56 Filme an.

Saupers österreichisch-französische Koproduktion unter Beteiligung der Wiener KGP-Film behandelt die Kolonialisierung von heute, die "im konkreten und im metaphorischen Sinn als menschliches Phänomen dargestellt" wird. "Kolonialisierung findet auch in unserer Zeit statt, ebenso wie Sklaverei in veränderter Form weiterhin stattfindet. Industrieller, massiver und globalisierter noch als vor hunderten Jahren." "We come as friends" ("Entente cordiale") ist als zweiter Teil einer Trilogie gedacht, deren Auftakt das Oscar-nominierte "Darwin's Nightmare" darstellte. Im internationalen Doku-Wettbewerb werden zwölf Filme aus aller Welt gezeigt.

Freizügig

Mit "Feuchtgebiete" schaffte es der deutsche Regisseur David Wnendt in die Spielfilmsparte "World Cinema" für ausländische Produktionen. Der freizügige Film, nach dem Skandalroman von Charlotte Roche, feiert in Utah seine Nordamerika-Premiere.

Jedes Jahr mischen auch bekanntere Schauspieler beim Sundance-Festival mit. Diesmal werden Stars wie Anne Hathaway, Kristen Stewart, Glenn Close, Philip Seymour Hoffman und Mark Ruffalo mit ihren Indie-Filmen erwartet. Stewart mimt in den US-Spielfilm "Camp X-Ray" eine Wärterin im US-Gefangenenlager Guantanamo. Don Johnson und Sam Shepard sind in dem Thriller "Cold in July" zu sehen.

Sprungbrett

Das in den 1980er Jahren von Robert Redford gegründete Filmfest findet vom 16. bis 26. Jänner im Wintersportort Park City statt. Insgesamt werden 117 Spielfilme und Dokumentationen aus 37 Ländern gezeigt, viele Filmemacher sind mit ihrem Regiedebüt vertreten. Sie wurden aus weltweit über 4.000 Einsendungen ausgesucht.

Seit der Entdeckung des damals völlig unbekannten Regisseurs Steven Soderbergh mit seinem Low-Budget-Streifen "Sex, Lügen und Video", der 1989 zum Kassenknüller wurde, gilt das Festival als Sprungbrett für Filmschaffende. Im vorigen Jänner ging der Hauptpreis an den Amerikaner Ryan Coogler für sein Erstlingswerk "Fruitvale". Der Film basiert auf der wahren Geschichte eines jungen Mannes, der im kalifornischen Oakland von einem Polizisten erschossen wurde.

www.sundance.org

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.