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Kultur
02/20/2020

Opernball-Moderatorin Teresa Vogl: „Ein halbes Leben lang vorbereitet“

Die gebürtige Niederösterreicherin folgt auf Barbara Rett und wird heute zum ersten Mal den Wiener Opernball moderieren.

von Nina Oberbucher

Wenn heute Abend der Wiener Opernball über die Bühne geht, werden viele TV-Zuschauer ein neues Gesicht erblicken: Teresa Vogl. Sie folgt auf Barbara Rett, die den Opernball 14 Jahre moderiert hat, und wird erstmals neben Mirjam Weichselbraun und Alfons Haider für den ORF aus dem Haus am Ring berichten. „Ich gehe mit einer positiven Anspannung an die Sache heran“, sagt Vogl im Gespräch mit dem KURIER über ihre neue Aufgabe.

Vom Radio ins Fernsehen

Die gebürtige Niederösterreicherin ist seit Jahren für den Radiosender Ö1 tätig und moderiert dort unter anderem die Sendung „Pasticcio“. Seit 2016 ist sie auch im ORF-Fernsehen aktiv, wo sie durch Formate wie „matinee“, „Kultur aus der Vogl-Perspektive“ für das Vorabendmagazin „Studio 2“ und diverse Live-Übertragungen führt.

„Der Ruf zum Fernsehen hat mich eher überrascht, aber ich habe ihn nicht bereut und ich freue mich sehr über die verschiedenen Kultursendungen, die ich im ORF moderieren darf. Der Opernball ist da natürlich die absolute Kirsche auf der Torte“, findet Vogl. Der „Ball der Bälle“ habe „etwas Imperiales, weil er in der Staatsoper stattfindet, aber auch etwas Demokratisches, weil wir ihn direkt in die Wohnzimmer der Zuschauer liefern.“

"Kein Neuland für mich"

Vorbereitet habe sich Vogl auf den Einsatz im Ballsaal eigentlich schon ihr „halbes Leben lang“, wie sie erzählt – auch wenn es nie ihr erklärtes Ziel gewesen sei, Opernball-Moderatorin zu werden. „Ich gehe oft in die Oper, habe während meines Studiums sogar dort gearbeitet und kenne die Leute – es ist also nicht komplettes Neuland für mich. Und ich war auch schon mehrmals am Opernball. Diesmal das erste Mal mit Kameras.“

Vergleiche zur Arbeit ihrer Vorgängerin möchte die 36-Jährige nicht ziehen: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Barbara Rett. Letztendlich bringt jeder seine eigene Farbe und seinen eigenen Stil ein“, meint Vogl. „Ich sehe mich als Vermittlerin zwischen den Gästen und Künstlern am Opernball und dem Publikum, das zu Hause zuschaut. Als Moderatorin ist man die Stimme der Nation, die nach Möglichkeit gute Fragen stellt – auch wenn der Opernball nicht unbedingt der richtige Platz für tiefschürfende Fachinterviews ist.“

Vor dem Fernseher

Und was macht eigentlich Barbara Rett am heutigen Abend? „Ich werde den Ball mit einem Glas Sekt vor dem Fernsehschirm verfolgen und wünsche auch heuer wieder eine rauschende Ballnacht!“, heißt es in ihrem Statement.

Info: Um 20.15 Uhr zeigt ORF2 die Dokumentation „Trends im ¾-Takt“. Um 21.10 Uhr startet die Ankunft der Gäste, die Eröffnung wird ab 21.40 Uhr live aus der Staatsoper übertragen.

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