© Rafy Winterfeld/FX

Streaming-Kritik
09/24/2021

"Y: The Last Man" auf Disney+: Eine Welt (fast) ohne Männer

In der neuen Serie bedeutet ein Y-Chromosom den Tod.

von Nina Oberbucher

Wie würde die Welt aussehen, wenn es nur Frauen gäbe? Dieser Frage geht die Serie „Y: The Last Man“ nach, die auf der gleichnamigen Comicbuchreihe von Brian K. Vaughan und Pia Guerra beruht und diese Woche bei Disney+ gestartet ist.

Wir befinden uns in Amerika, wo die Fronten zwischen Links und Rechts verhärtet sind, als aus unerfindlichen Gründen plötzlich (okay, das stimmt nicht ganz, erst nach einer guten Serienstunde) Männer blutüberströmt zusammenbrechen und sterben. Vom US-Präsidenten über Flugzeugpiloten bis zu Streifenpolizisten: alle Lebewesen mit einem Y-Chromosom. Alle – bis auf zwei: den Entfesselungs- und Lebenskünstler Yorick und sein Kapuzineräffchen.

Yorick ist ausgerechnet der Sohn der durch die Umstände zur Präsidentin aufgerückten Kongressabgeordneten Jennifer Brown (Diane Lane), die gerade versucht, die Welt aus dem Chaos zu befreien, in das sie durch das mysteriöse Ereignis gestürzt wurde. Kraftwerke fallen aus, Flugzeuge vom Himmel: Dass bestimmte Jobs in erster Linie von Männern gemacht wurden, rächt sich.

Wie werden die Frauen die Gesellschaft nun neu ordnen? Ein spannendes Gedankenexperiment, das in den ersten drei Folgen, die bereits zu sehen sind, noch nicht richtig zünden konnte. Da stört zum einen der Protagonist, ein klischeehafter Tagträumer, der gut in eine Rom-Com passen würde, aber vor der ernsthaften und düsteren Kulisse der Serie irgendwie fehl am Platz wirkt.

Highlight der Serie ist die coole Agentin 355 (Ashley Romans), die eigentlich die Präsidentin beschützen sollte, aber bald zu Yoricks Aufpasserin wird. Ausgerechnet dem „Last Man“ scheint der Weltuntergang aber irgendwie egal zu sein.

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