Alexander Hofer: "mit faktenbasierter, seriöser, unabhängiger Arbeit überzeugen"

Von der ORF-Zentrale wieder zurück im Landesstudio: Der neue Direktor Hofer sieht ORF Niederösterreich als mediales Zuhause für alle
Den neuen Direktor des ORF Niederösterreich erwarten Gräben in der Redaktion und turbulente politische Rahmenbedingungen. Wie er es anlegen will

ORF2-Channel- und Unterhaltungschef Alexander Hofer wurde vom Stiftungsrat am Donnerstag zum neuen ORF-Landesdirektor für Niederösterreich gekürt. Der 51-Jährige, der seine Karriere im Landesstudio gestartet hatte, folgt mit 1. April auf Robert Ziegler. Der hatte seine Funktion nach Vorwürfen aus der Redaktion zur Verfügung gestellt, die ÖVP in der Berichterstattung bevorzugt zu habengung. Warum es ihn nach Niederösterreich zieht und wie er das Landesstudio sieht, erzählt er im KURIER-Gespräch.

Was hat sie bewogen, sich für das Landesstudio Niederösterreich zu bewerben? Kam das aus freien Stücken oder hat Generaldirektor Roland Weißmann Wünsche in diese Richtung geäußert?

Wünsche vom Generaldirektor in diese Richtung gab es nicht. Ich habe nach den wirklich turbulenten Wochen und Monaten, die das Landesstudio mitgemacht hat und nach dem persönlichen Schritt von Direktor Robert Ziegler Anfang Februar mit dem Generaldirektor überlegt, ob eine Bewerbung für diese Funktion eine gute Idee ist - für alle Beteiligten. Es geht ja darum, dass jemand nachfolgen muss, der das Landesstudio in dieser außergewöhnlichen wie schwierigen Zeit trotzdem weiterentwickeln und ein neues Kapitel aufschlagen kann. Für den Schritt gesprochen hat u. a., dass es in den vergangenen Jahren zwischen ORF2 und den Landesstudios insgesamt eine intensivierte Zusammenarbeit gegeben hat, ich also deren Möglichkeiten gut kenne.
 

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