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© UNHCR/Juan Fatur

Kiku
09/30/2020

Online-Escape-Room am Langen Tag der Flucht

UNHCR Österreich ließ einen tricky digitalen Escape-Room oder auch eine Schnitzeljagd programmieren. Spannend, rätselhaft und informativ.

von Heinz Wagner

Heuer – im Corona-Jahr - gelten für Veranstaltungen verständlicherweise große Einschränkungen. Deshalb finden am „Langen Tag der Flucht“, diesmal 2. Oktober 2020, weniger Live-Events statt. Und die natürlich mit begrenzter Teilnehmer_innenzahl und entsprechendem Abstand.

Ergänzend und ganz safe gibt es eine digitale „Schnitzeljagd“. Dabei lernst du in vier jeweils rund 3 ½-minütigen höchst professionellen Videos (von Simon Casetti) den Musiker Salah Ammo, die Jus-Studentin und Gerichtsdolmetscherin Narges Mussawi, die angehende pharmazeutisch-technische Assistentin und Dolmetscherin Fatima Nuur sowie den Journalisten Amar Rajković kennen. Sie erzählen vor allem über ihr Leben in Österreich – mit Einsprengseln über ihre Herkunft.

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Du kommst aber immer erst zum nächsten Video, wenn du das Rätsel das die Person im vorherigen gestellt hat, löst. Und da ist so manch trickiges dabei. Die Lösungen findest du auf anderen Web- oder Facebook-Seiten, die sie dir im Video nennen. Oft führt dich der gefundene erste Hinweis zu einem weiteren Rätsel. Fast wie ein virtueller Escape-Room.

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Interessant auch die Geschichte wie es zu diesem WebQuest gekommen ist. Die Website und die Grundideen für die Rätsel hatte Juan Fatur. Aus seiner Heimat Argentinien gestaltete und programmierte er das Teil. Zur Zusammenarbeit mit UNHCR Österreich kam es zufällig. Während des argentinischen Lockdowns war sein Geburtstag. Seine „Party“ war ein WebQuest für seine Freund*innen. Eine UNHCR-Kollegin aus Österreich kannte ihn, hat teilgenommen und war so begeistert, dass sie ihre Kolleginnen im Büro „angesteckt“ hat. Eins gab das andere und so kannst du nun am 2. Oktober – aber erst ab 17 Uhr – dich auf dieses Spiel einlassen - siehe Info-Box.

Virtueller Escape-Room oder digitale Schnitzeljagd:
Ab 2. Oktober ab 17 Uhr freigeschalten:

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Was ist sonst los am Langen Tag der Flucht 2020

Langer Tag der Flucht

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Hintergrund

Was bedeutet Flucht überhaupt? Wie spielt sich das Asylverfahren in Österreich ab? Wie geht’s einem/einer in einem fremden Land? Wenn nicht gerade Corona im Vordergrund steht, wird dauernd über sie geredet – „die Flüchtlinge“. So manche kennen solche Menschen – weil sie mit ihnen in die Schule gehen, zusammenarbeiten oder aus Projekten in der eigenen Gemeinde oder Stadt, wo sie einander begegnen. Aber für viele sind Menschen, die aus ihrer Heimat weg müssen, weil Krieg, Verfolgung oder Not herrscht, große Unbekannte, DIE Fremden.

Das will der „Lange Tag der Flucht“ – 2012 von UNHCR (Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen) Österreich ins Leben gerufen – ändern. Vielfältigste Aktionen fanden schon statt – ob im Bereich Kultur – von Musik über Lesungen bis zu Theaterstücken, ob sportlich beim gemeinsamen Fußballspielen oder kulinarisch beim Kochen und Essen oder Touren zu für viele Einheimischen unbekannte Orte, wie das Flüchtlingsdorf Macondo in Wien-Simmering (seit Jahrzehnten). Guides, Erzähler_innen usw. sind jeweils selbst Betroffene. UND: Menschen, die Fluchterfahrung haben, sollen dabei nicht auf diese reduziert. Sie sind Menschen, die jetzt hier leben.

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