© Weingut Esterhazy

Burgenland
07/13/2015

Weingut Esterházy plant Genuss-Hotel

Das burgenländische Traditionsunternehmen möchte seine Delikatessen in ein trendiges Licht rücken.

von Anita Kattinger

Eine rosa Aura umhüllt die jugendliche Prinzessin, sie ist ein zartes Fräulein, gebettet in einer Duftwolke aus Himbeer- und Kirsch-Nuancen. Ganz anders das würzige Temperament des Prinzen, der mit seiner frischen, spritzigen Statur überzeugt und auch einmal sauer sein kann. Tief verwurzelt ist das Prinzen-Paar in der pannonischen Welt und präsentiert stolz das neue Bild des Weinguts Esterházy. Dabei handelt es sich keinesfalls um reale Personen der früheren Fürsten-Familie, sondern um den Weißen und den Rosé aus der sogenannten Prinzen-Linie des Weinguts. Frei nach dem Motto: Ja zur Geschichte, nein zu einem verstaubten Renommee.

Meierhof eröffnet im Herbst

Für den Imagewandel zeigt sich Stefan Tscheppe verantwortlich, der vor rund zwei Jahren das Ruder übernahm. Das Konzept beinahltet keinesfalls nur pfiffige Namen für Weine oder neue Designs für Weinetiketten – der Spross der bekannten Winzer-Dynastie möchte auch im Kulinarik-Sektor mitmischen. Erst Anfang Juli eröffneten die Esterházy Stiftungen auf der Burg Forchenstein ein neues Restaurant, das sich auf pannonischen Schmankerl konzentriert. Tscheppe: "Dabei bleibt es nicht, wir konzentrieren uns bereits auf das nächste Projekt: Mitte September wollen wir hinter unserem Weingut den alten Meierhof frisch renoviert eröffnen: Wir haben 1,3 Millionen investiert. Ich bin ganz verliebt in das Gebäude, das sich für Feste wie Hochzeiten ganz besonders eignet. Glas-Konstruktionen sollen das Natursteinmauerwerk in ein modernes burgenländisches Landhaus verwandeln."(Lesen Sie den Artikel unter der Bildergalerie weiter.)

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Auf 350 m² können sich dann 200 Gäste lukullischen Genüssen hingeben: Für das Leibeswohl soll u.a. das RestaurantHenricisorgen, das sich im Schloss Esterházy in Eisenstadt befindet. "Neben Wein bieten wir den Gästen natürlich auch unsere Schmankerl wie unser Pesto 'Paradeiser-Nuss & Merlot' oder unser 'Beerenauslese Gelée', beides passt hervorragend zu Käse, Brot und Wein. Auch alte Esterházy-Rezepte würde ich gerne aufleben lassen." Aus der eigenen Jagd lässt das Weingut Wildschweinsalami, Hirsch- und Wildschweinrohschinken herstellen: Für Letzteren wird die ausgelöste Wildschweinkeule mit Salz und Kräutern eingerieben und drei Wochen gesurt. Anschließend wird der Schinken über Buchenholz geräuchert und luftgetrocknet. Die Reifezeit beträgt bis zu sechs Monate. Teile des Sortiments sind im Merkur am Hohen Markt, im Billa Corso oder im Meinl am Graben erhältlich. "Wir wollen das Sortiment unbedingt erweitern: Fruchtsäfte in Kooperation mit der Landwirtschaftsschule, Leberpasteten von Weidegänse sind angedacht und der Eisgreissler wird für uns Wein-Eis herstellen."
Die Pläne für die Meierhof sind freilich noch lange nicht abgeschlossen: "Unsere Vision ist ein kleines Hotel: 40 bis 50 Zimmer. In fünf Jahren könnten wir soweit sein." Das Konzept dahinter liegt auf der Hand: Wein und Delikatessen aus Eigenanbau, die Gäste nehmen an Verkostungen teil und nächtigen vor Ort. Ob angesichts der Produktvielfalt sich nicht auch eine Weinbar oder ein Shop in Wien anbieten würde? "Ja, durchaus vorstellbar. Angebote sind willkommen."

Trink-Spaß

In Sachen Experimente blickt Tscheppe nach St. Georgen, dort befindet sich eine Versuchsfläche für die traditionelle ungarische Rebsorte Furmint. Wie sich dieser in dem alten Weingarten entwickeln wird, wird man wohl erst in zehn Jahren schmecken können.

In Sachen Wein-Trends bleibt das Weingut eher traditionell, dafür will man verstärkt auf trinkbare Weine im preiswerten Segment setzen: "Was ist ein Wein wert, wenn er nicht aufgemacht wird? Wenn Weine nur noch zu speziellen Anlässen wie Geburtstage aufgemacht werden, ist das doch langweilig und traurig. Die Prinzessin ist bereits um4,80Euro zu haben. Der Quinquin Sparkling-Rosé um 10 Euro ist ein Sekt, der im Sommer Spaß machen soll. Ein bisschen Experimentieren ist doch das Schöne am Trinken: Beim Rotwein verabschieden wir uns von der Zimmertemperatur: Ich würde ihn leicht kühlen, dadurch präsentiert er sich eleganter und zarter in diesem Sommer."

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