In den USA gibt es Cold Brew bereits in Flaschen abgefüllt im Supermarkt zu kaufen.

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Cold Brew
07/08/2015

Warum Sie diesen Sommer kalten Kaffee trinken müssen

Hippe Kaffeeröster und Starbucks sagen dem Wiener Eiskaffee den Kampf an.

von Anita Kattinger

Was wäre ein Sommer in Wien ohne Eiskaffee? In der klassischen Zubereitung wird Filterkaffee oder Mokka über Vanilleeis gegossen und mit viel Schlagobers gekrönt. Nun aber bekommt der Wiener Eiskaffee eiskalte Konkurrenz: Der aktuelle Trend heißt Cold Brew und ist definitiv kein Hipster-Randthema. Immerschin hat die US-Kaffeehauskette Starbucks seit kurzem das Getränk auf die Getränkekarte gesetzt – auch in Wien, der Stadt des Eiskaffees.

Prozess wie bei einer French Press

In den USA gibt es Cold Brew bereits in Flaschen abgefüllt im Supermarkt zu kaufen. Ganz einfach erklärt, handelt es sich dabei um einen gemahlenen Kaffee, der mit Wasser angesetzt und sechs bis 12 Stunden stehen gelassen wird. Barista Nikolaus Hartmann vomCafe.atelier: "Man muss sich den Prozess wie bei einer French Press vorstellen, nur dauert der Vorgang einige Stunden. Durch das Ansetzen bei Raumtemperatur ist der Kaffee reaktionsfreudiger." Wer zu Hause experimentieren möchte, sollte einen Kaffee nehmen, der gröber gemahlen ist als Filterkaffee: rund 18 g Kaffee auf einen Liter Wasser. Ob Espressoröstung oder lieber Filterkaffe, ist laut Hartmann Geschmackssache.
Nach dem Ansetzen muss die Extraktion gestoppt werden: "Je länger der Kaffee steht, desto mehr zieht das Wasser die Bestandteile aus dem Kaffee. Gestoppt wird dieser Prozess, indem man den Kaffee in den Kühlschrank stellt, zuvor muss aber der Kaffee durch ein Baumwolltuch oder Papierfilter abgeseiht werden", erklärt Hartmann.

Der Geschmack des kalten Kaffees

Der Cold Brew schmeckt malzig, aber auch Kakaotöne und Nussaromen sowie zarte Melonen- und Pfirsichnoten kommen zur Geltung. Im Vergleich zu Filterkaffee schmeckt die neue Art des Eiskaffees weniger fruchtig-intensiv. Der Sommerdrink lässt sich auch gut für den Abend aufpimpen: "Mit Whiskey wie bei einem Irish Coffee oder alkoholfrei mit einem Tonic Water."

Wenn der Kaffee tröpfelt

Eine eigenständige Variante des kalten Kaffees ist der Cold Drip: Hier tröpfelt der Kaffee durch ein Gerät, das wie ein kleines Chemielabor aussieht. Besonders beliebt ist das Gerät der koreanischen FirmaCoffeega. Im Gegensatz zum Cold Brew schmeckt der Kaffee weniger intensiv, da die Extraktion deutlich kurzer dauert. Für Hartmann ist der Sommerdrink des Jahres weder Cold Brew noch Cold Drip, sondern ein "Pour-Over-Coffee": "Den frischen Kaffee in eine kalte Kaffeekanne mit Eiswürfel gießen und genießen – eine elegante, einfache Alternative."

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