Genuss 11.03.2018

10 coole Kräuter, die Profis lieben

Stock-Fotografie-ID:669336332 Fresh Galangal in fresh market © Bild: Getty Images/iStockphoto/Just_One_Pic/iStockphoto

Maria Hagmann, Kräuter-Expertin von Arche Noah, gibt Tipps, welche Pflanzen besonders schön blühen, sogar im Schatten gedeihen oder sich im Thai-Curry gut machen.

Stevia – süße Blätter

A crop of Stevia is seen in Asuncion, Paraguary, in this file photo taken July 24, 2007. Stevia, the increasingly popular no-cal… © Bild: REUTERS/JORGE ADORNO

Samen der Zuckerpflanze aus Südamerika (Stevia rebaudiana) lassen sich gut zu Hause im Topf ziehen: Allerdings bevorzugt das Kraut Zimmertemperatur zwischen 20 und 24 Grad. Wenn die Pflanze blüht, erfreut sie den Besitzer mit kleinen weißen Blüten. Die Ernte der süßen, bitteren Blätter, die statt Minze für Desserts oder aber zum Süßen von Tees verwendet werden können, erfolgt wie bei Basilikum: Der Hobbygärtner pflückt nicht nur Blätter, sondern ganze Triebe. Gestartet wird immer im oberen Drittel der Pflanze.

Eberraute – das Cola-Kraut

Bildnummer. 545451206 Suchbegriffe Artemisia, Blume, Bildhintergrund, Biologie, Blatt, Blumenbeet, Botanik, Dekoration, Ele… © Bild: Getty Images/iStockphoto/Inahwen/iStockphoto

Ja, es gibt ein Cola-Kraut. Die Eberraute (Artemisia abrotanum) gedeiht im Freien besser als in der Küche, denn hier besteht die Gefahr, dass sie Läuse entwickelt. Außerdem braucht die Gewürzpflanze viel Licht und mag die warme Atmosphäre in den eigenen vier Wänden nicht besonders. Die krautige Pflanze duftet aromatisch, entwickelt kaum sichtbare Blüten und wird einmal im Jahr gründlich geerntet. Der süße, bittere Geschmack erinnert an Cola und eignet sich zum Ansetzen von Limonaden und zum Würzen von Fleisch.

Maggikraut – schmeckt nach Suppe

Bildnummer: 513703551 Liebstöckel, Blatt, Duftend, Erfrischung, Fotografie, Frische, Garkochen, Gebündelt, Gemüse, Gesunder Leb… © Bild: Getty Images/iStockphoto/HandmadePictures/iStockphoto

Der Liebstöckel (Levisticum officinale) ist in Zeiten von Gewürzsalz komplett in Vergessenheit geraten: Die hohe Pflanze, die auch unter dem Namen Maggi-Kraut bekannt ist, mag Halbschatten und Schatten – in manchen Regionen galten die gelben Blüten und großen saftigen Blätter als Aphrodisiakum. Die Aromen würzen Suppen besonders gut. Leider lässt sich das würzige Kraut nur in einem sehr großen Topf oder im Beet ziehen, denn das Wurzelwerk braucht Platz. Die Pflanze kann jahrelang auf demselben Platz stehen.

Zitronen-Agastache – Aromen wie eine Limonade

Stock-Fotografie-ID:176135382 "Mexican Giant Hyssop, Agastache mexicana" © Bild: Getty Images/iStockphoto/aimintang/iStockphoto

Die Limonaden-Pflanze (Agastache mexicana) ziert mit ihren hübschen Blüten jeden Balkon und jedes Blumenbeet: Auch Schmetterlinge lieben das bis zu einen Meter hohe Gewächs, das im Halbschatten gedeiht und nicht winterhart ist. Wegen ihres süß-sauren, erfrischenden Minz-Zitrusaromas eignen sich die Blätter für die Zubereitung von Zitronenlimonade. Auch die magentafarbenen Blüten sind essbar und machen sich auf Desserts besonders gut. Wie bei Basilikum sollten ganze Triebspitzen geerntet werden.

Lemongrass – Asien im Topf

Stock-Fotografie-ID:482324275 Lemon grass herb, fresh from the garden. © Bild: Getty Images/iStockphoto/earthmandala/iStockphoto

Zitronengräser (Cymbopogon citratus) sind nichts für Anfänger und gedeihen am besten in Glashäusern: Mit ein bisschen Glück wachsen sie auch im Topf – das in Asien und Afrika heimische Lemongrass braucht viel Wärme und Licht. Der Topf sollte in der Sonne stehen, in kalten Monaten muss er an einem trockenen, warmen Platz überwintern. Geerntet werden die Triebe, die auch getrocknet werden können, wie Schnittlauch. Zitronengras gibt Curry und asiatischen Suppen eine intensive exotische Zitrusnote.

Salatrauke – Salat aufpeppen

Bildnummer: 172487006 Rucola, Pflanze, Gemüsegarten, Salat, Salat, Blatt, Erdreich, Fotografie, Frische, Gemüse, Gesunder Lebe… © Bild: Getty Images/iStockphoto/temmuzcan/iStockphoto

Die Salatrauke (Rucola coltivata) frischt jeden Salat mit ihrem pikanten, erdnussartigen Geschmack auf und ist im Handel als Rucola erhältlich. Zudem lassen sich die grün-grauen Blätter auch klein hacken und als Würzung über Suppen, Saucen und Salate geben. Das Salatgrün eignet sich zur Aufzucht am Balkon oder am hellen Fensterbrett. Die Blätter der anspruchslosen Pflanze, die sich im Halbschatten wohlfühlt, können regelmäßig geerntet werden, nach der Aussaat sind sie nach drei bis fünf Wochen erntereif.

Curry-Pflanze – riecht nach Italien

Bildnummer: 846991136 Bedecktsamer, Blume, Curry, Fotografie, Galizien, Gras, Horizontal, Im Freien, Insel, Korbblütler, Kräute… © Bild: Getty Images/iStockphoto/arousa/iStockphoto

Die grau-grüne Pflanze, auch italienische Strohblume genannt (Helichrysum italicum), kennen wir aus dem Italien-Urlaub. Die intensiv nach Curry riechenden behaarten Blätter haben einen eigenen Sonnenschutz eingebaut: Die Pflanze liebt die pralle Sonne und trocknet nicht aus, braucht aber einen durchlässigen Boden. Die Blätter werden frisch zum Kochen verwendet und vor dem Servieren entfernt. Im Sommer bildet der Strauch leuchtend gelbe Blüten aus, in den kalten Monaten muss er vor Frost geschützt werden.

Thai-Basilikum – für exotische Currys

Bildnummer: 512491046 Horapa, Basilikum, Kräuter, Thailändische Kultur, Asiatisch, Blatt, Fotografie, Frische, Gemüsegarten, Ge… © Bild: Getty Images/iStockphoto/YinYang/iStockphoto

Das pflegeleichte Basilikum (Ocimum basilicum) mit den hellen Blättern und dem purpurroten Stängel kommt vor allem in thailändischen Currys zum Einsatz. Wer die Samen selber aufziehen möchte, sollte auf viel Licht und feuchten Boden achten. Nach dem Umtopfen vertragen die Pflänzchen keine Staunässe und keine Temperaturen unter 13 Grad. In der Sonne am Fensterbrett gedeiht die Pflanze besonders gut, ab Juni darf sie dann auf den Balkon. Nicht nur die Blätter, auch die pinken Blüten sind essbar. Achtung: Die Pflanze ist für einen Sonnenbrand anfällig.

Lakritz-Tagetes – der Duft von Anis

Stock-Fotografie-ID:665475936 Green Licorice Herbaceous Plant Cultivation © Bild: Getty Images/iStockphoto/Giorez/iStockphoto

Liebe oder Hass – der intensive Lakritz- und Anisgeschmack (Tagetes filifolia) des dillartigen Laubs wird Hobbyköche und -gärtner polarisieren. Die langsam wachsende Pflanze kann in einem großen Topf selber gezogen werden – zu Hause riecht es dann stets nach Lakritze. Im Herbst zieren kleine weiße Blüten die Pflanze, ab da sollte sie dann ins Haus oder in die Wohnung. Die Blätter schmecken nur frisch gezupft, nach dem Garen verlieren sie jedoch ihr Aroma. Mit der eigentlichen Lakritze (Echtes Süßholz) hat die Pflanze nichts zu tun.

Galgant – scharfe Wurzel

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Die Gewürz- und Heilpflanze (Alpinia officinarum) ist mit Ingwer verwandt und besticht durch ein schönes, dunkelgrünes Blattwerk. Sie macht das ganze Jahr über als Zimmerpflanze besonders viel Freude, die bis zu 1,50 Meter große Pflanze braucht allerdings viel Pflege: Einmal im Jahr können die Rhizome geerntet werden, die scharf und leicht bitter schmecken. Diese werden wie Ingwer zum Ansetzen von Limonaden, zum Würzen von Suppen und Currys oder zum Aromatisieren von Tees verwendet.

( kurier.at ) Erstellt am 11.03.2018