Die weltberühmten Viktoriafälle sind nur noch ein Rinnsal

Ein tiefer Canyon mit einem kleinen Wasserfall und einem dunklen See am Grund.
Vom Touristenmagnet ist derzeit wenig übrig. Eine Jahrhundert-Dürre lässt den breitesten Wasserfall der Welt versiegen.

Die Einheimischen Kololo nennen den Wasserfall "Mosi-oa-Tunya", was auf Deutsch übersetzt so viel heißt wie "donnernder Rauch". Doch davon ist derzeit nichts zu bemerken. Den Viktoriafällen geht nämlich das Wasser aus. Wie folgendes Vorher-Nachher-Bild zeigt:

Eine Frau in einem blauen Poncho fotografiert die Victoriafälle.
Ein Fotograf sitzt auf Felsen und fotografiert eine tiefe Schlucht.

Viktoriafälle am 17. Jänner 2019 - und am 4. Dezember 2019

Der gigantische Wasserfall des Sambesi trennt zwei Länder, er liegt zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia. David Livingstone, schottischer Missionar und Afrika-Reisender, gilt als erster Europäer, der den Wasserfall mit eigenen Augen sah. Das war im Jahr 1855. Eineinhalb Jahrhunderte später strömen jährlich Millionen Touristen zum spektakulären Wasserfall.

 

Luftaufnahme der Victoriafälle, die in eine tiefe Schlucht stürzen.

Grund für das Versiegen ist eine verheerende Dürre in dieser Region Afrikas. Simbabwe droht wegen Dürre und jahrzehntelanger Misswirtschaft unter dem 2017 gestürzten und im September gestorbenen Langzeitherrscher Robert Mugabe die schlimmste Hungerkrise in zehn Jahren.

Eine Collage, die die Victoriafälle aus verschiedenen Perspektiven zeigt.

Kommentare