Butter eignet sich laut Konsumentenschützern zum Backen.

© Getty Images/iStockphoto/Victoria Bee/IStockphoto.com

freizeit Essen & Trinken
11/27/2020

Konsumentenschützer wägen Vorteile von Butter und Margarine ab

Butter ist wegen des hohen Fettanteils, Margarine wegen Palmöls bedenklich, schreibt der VKI in seinem aktuellen Testmagazin.

Tierisch oder pflanzlich? Butter oder Margarine? In der vorweihnachtlichen Backzeit beschäftigt diese Frage mehr als sonst. Das Magazin "Konsument" hat daher 36 Produkte unter die Lupe genommen - und dabei keine eindeutige Antwort gefunden. Denn Margarine hat zwar meist einen deutlich niedrigeren Gehalt an gesättigten Fettsäuren als Butter, allerdings enthalten fast alle Produkte - das vor allem ökologisch bedenkliche - Palmöl.

Margarine enthält oft Palmöl

In viele Margarinen ist Palmöl enthalten, nicht zuletzt deshalb, weil dieses schnell und billig hergestellt werden kann, zudem lässt sich die Zutat einfach verarbeiten. Palmöl hat aber markante Nachteile, wissen die Konsumentenschützer: "So sind Margarinen, die Palmöl enthalten, stärker mit 3-MCPD und Glycidyl-Fettsäureester belastet."

3-MCPD steht in Verdacht, Krebs zu erregen. Auch Glycidyl-Fettsäureester, die im Körper aufgespalten werden und Glycidol freisetzen, gelten als krebserregend und erbgutschädigend. "Die Aufnahme der genannten Verbindungen über Lebensmittel sollte daher so gering wie möglich gehalten werden", heißt es beim Verein für Konsumenteninformation.

Butter ist fett

Problematisch erachten die Prüfer den Fettgehalt von Butter, der bei gut 80 Prozent liegt, während er bei den 36 Margarinen und Streichfetten 30 bis - ebenfalls - 80 Prozent beträgt. Der zumeist niedrigere Fettanteil sei daher einer der wesentlichen Vorteile von Margarine gegenüber Butter.

Dazu komme, dass sich die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren, insbesondere von Transfettsäuren, nachteilig auf die Gesundheit auswirke, weil sie das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Ökologischer Fußabdruck

Das Magazin verweist aber auch auf die - neben den gesundheitlichen Folgen - sozialen und ökologischen Nachteile von Palmöl. Ohne nähere Angaben der Quelle stellt es fest, dass Margarine trotz Palmöl einen geringeren CO2-Fußabdruck als Butter verursache und weniger Land, Wasser und Energie zur Erzeugung benötige.

Tipps zu Einkauf und Konsum

Die Tipps von "Konsument": Gesättigte Fette sollten in der Nahrung so weit wie möglich reduziert werden, das heißt: weniger Fleisch, Wurst, Käse, Butter sowie weniger palmöl- und kokosfetthaltige Produkte konsumieren.

Auf Palmöl sollte aus ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Gründen verzichtet werden, wer dennoch solche Produkte konsumiert, sollte auf die Zertifizierung achten. Bio- bzw. RSPO-Siegel geben Auskunft.

Für die Weihnachtskekse gilt: Fettärmere Margarinen sind eher als Brotaufstrich geeignet, fettreichere können hingegen zum Kochen und Backen verwendet werden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.