Essen im neuen Adlerhof: Blunzen-Turm mit Rösti

© Atelier Karasinski

freizeit Essen & Trinken
02/10/2020

Ess-Tour: Der Adlerhof wird in die 2020er-Jahre geholt

Der weitläufigeLokal im 7. Bezirk wird neu übernommen. Der alte Wirtshaus-Charakter soll erhalten bleiben. Zum Glück.

von Ingrid Teufl

Der Adlerhof, das war über Jahrzehnte ein Biotop, das es in der Stadt heute selten gibt. Studenten, Fußballfans, Raucher, alte Grätzl-Bewohner – alle kamen in dieses Wirtshaus, das trotz oder gerade wegen seines unprätentiösen, zuletzt schon abgewohnten Retro-Charmes beliebt war.

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Vor einigen Jahren schloss der legendäre Wirt, der Herr Stefan. Umso gespannter ist man, wenn sich hier etwas Neues tut. Nicht nur, aber auch in kulinarischer Hinsicht; und schreibt ausnahmsweise schon früher drüber. Wobei: In den Adlerhof ging man – siehe oben – nicht vorrangig zum Essen. Die Hausmannskost mit Gulasch oder gebackenem Emmentaler hatte schon was!

Cevice, Egg Benedict und Blunzen

Nun hat das Team des „Wirr“ den Adlerhof übernommen und ihn speisentechnisch – das kann man schon vor der Eröffnung am 14. Februar sagen – in die 2020er-Jahre geholt. Da will man übrigens auch ein moderner Nahversorger für das Grätzl werden - mit Bäckerei (Brot und Gebäck vom Schmidl aus der Wachau, den Erfindern des Wachauerlaberls).

Auf den wunderbaren weißen Goldrand-Tellern  wie von der Oma mischt sich im Wirtshaus Bodenständiges mit Angesagtem: Kokosnuss-Porridge, Egg Benedict und (freitags) Austern zum Frühstück, Ceviche vom Rotbarsch am Abend etwa. Eine Kostprobe wert ist auch die Blunze, mit Rösti und Apfelscheiben (Granny Smith) zum Türmchen geschichtet und durch das Wechselspiel aus kräftig und süß-säuerlich interessant.

Grammelknödel wie früher

Wirklich gut gelungen ist die Knödel-Trilogie (14 €): Erdäpfelknödel mit Fülle aus g’schmackigen Grammeln, Selchfleisch und überraschend würziger veganer Mouving Mountains-Füllung. Beim Chorizo-Maishuhn ergänzt die scharfe Wurst das zarte Hendlfleisch ideal und die Wildterrine mit Fleischstücken sowie die Krabben-Remoulade verströmen Retro-Feeling.

Traditionelle Desserts mit Twist

Als Dessert kommen Salzburger Nockerl und Apfel-Scheiterhaufen auf die Karte. Der Knödel-Vorliebe bleibt man treu. Aber mit Twist. Die Nougatknöderln (7 €) erhalten als interessanten Kontrapunkt einen Hauch Zitrone, die Sesambrösel sorgen für eine zusätzliche Überraschung am Gaumen.

Info: Adlerhof, Burggasse 51, 1070 Wien. Tel. 01/522 49 05.Öffnungszeiten: Mo – So 6.30 – 2 Uhr, Bäckerei ab 6.30 Uhr, Frühstück tgl. 8 – 16 Uhr, Abendkarte tgl. 16 – 23 Uhr. Geöffnet ab 14. Februar 2020

www. adlerhof.wien
 

 

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