Chronik | Wien
03.09.2018

Wiener Grüne: Gemeinderätin Hebein als Front-Frau?

Wiener Grüne suchen nach Vassilakou-Rückzug weibliche Spitzenkandidatin. Bewerbungsfrist endet am Dienstag um Mitternacht.

Maria Vassilakou ist nicht im Rennen um die grüne Nummer eins. Soviel steht seit Sonntag fest, als die Wiener Vizebürgermeisterin verlautbarte, sich zurückzuziehen. Dennoch könnte eine Frau den Wettbewerb aufmischen: Dem Vernehmen nach liebäugelt Gemeinderätin Birgit Hebein mit einer Kandidatur. Bis Dienstag um Mitternacht kann sie jedenfalls eine Bewerbung einreichen. Hebein wird am Dienstag eine Erklärung dazu abgeben.

Laut der Presse kursiert auch der Name Barbara Blaha als mögliche Kandidatin. Gerüchte über einen Einstieg der roten Ex-ÖH-Chefin bei den Wiener waren bereits vor dem Sommer laut geworden - der KURIER berichtete - verstummten zwischenzeitlich aber wieder. Eine derartige Quereinsteigerin wäre aus Sicht von Politikwissenschaftler Peter Filzmaier am geeignetsten (mehr dazu hier).

Bereits beworben haben sich Klubchef David Ellensohn und Gemeinderat Peter Kraus. Bundesrätin Ewa Dziedzic nahm sich wegen fehlender Ressourcen zuletzt selbst aus dem Wettkampf.

Frist endet

Die Kandidatenriege für den ersten Listenplatz wird frühestens am Mittwoch feststehen. Vorerst ist noch unklar, wie viele sich gemeldet haben, es dürften aber mehr als zwei sein, wird gemunkelt.
Seit 20. August können sich Bewerber via Mail bei den Grünen melden. Mehr braucht es vorerst nicht, um in die erste Runde zu gelangen. Geprüft wird allerdings, ob nicht etwa Mitglieder anderer Parteien eine Jux-Kandidatur abgegeben haben. Anschließend wird die Liste veröffentlicht.

Tatsächlich zur Wahl stehen dann jene Kandidaten, die ausreichend Unterstützungserklärungen von registrierten Wählern bzw. Parteimitgliedern erhalten. Anschließend wird es Hearings geben. Die Abstimmung erfolgt brieflich im November.