100 Euro Schulden: Männer in Wien gefoltert
Prozess Wien: Drei Männer wegen Misshandlung und Vergewaltigung nach Gewaltnacht angeklagt.
Die Anschuldigungen gegen drei Männer, die sich am Donnerstag vor Gericht in Wien verantworten müssen, haben es in sich: In der Nacht auf den 1. März des Vorjahres sollen sie in einer Wohnung zwei Männer gequält, erniedrigt, gefoltert und vergewaltigt haben. Motiv für die Tat: Drogenschulden in Höhe von 100 Euro.
Das Martyrium zog sich durch eine ganze Nacht. Die Opfer waren unter dem Vorwand, dass man „nur reden“ wolle, ins Auto der Angeklagten (zum Tatzeitpunkt 19 bis 21 Jahre alt) gelockt worden. In der Wohnung wolle man chillen, erklärten sie den Opfern. Doch schnell eskalierte die Situation.
Augen verbunden
Als ein Opfer erklärte, die Schulden am nächsten Tag begleichen zu wollen, soll ein Angeklagter einen Metallarmreif über seine Fingerknöchel geschoben und dann mit der Faust mehrmals auf das Gesicht eines Mannes geschlagen haben. Dann mussten sich die Opfer laut Anklage entkleiden, mit Elektroschockern selbst in der Intimregion Stromschläge versetzen, unter Schlägen strippen und noch Schlimmeres. Immer wieder wurden den Schuldnern die Augen verbunden. Sie durften sich nicht gegenseitig ansehen, durften nur auf den Boden schauen.
Erst, als ein Verwandter Lösegeld in Höhe von 500 Euro zahlte bzw. eine andere Verwandte eine Playstation aushändigte, durften die Opfer gehen.
Sie erlitten zahlreiche, teils schwere Verletzungen. Aus Scham und Angst sollen sie im Krankenhaus allerdings andere Gründe für ihre Verletzungen angegeben haben. Konkret erzählte einer, er habe einen Unfall mit dem E-Scooter gehabt.
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