© Monika Rittershaus

Chronik Wien
01/04/2022

Neujahrsvorschau: Was Wien 2022 plant

Bauausstellung, Sanierung des Theaters an der Wien und eine Befragung der Wiener Frauen: Die Projekte der Stadtregierung abseits der Corona-Pandemie

von Josef Gebhard

Es hat wohl keiner damit gerechnet, dass die Corona-Pandemie auch 2022 noch das dominierende Thema in der Wiener Kommunalpolitik sein wird. Die kommenden Wochen und Monate werden weiter davon geprĂ€gt sein, ob BĂŒrgermeister Michael Ludwig (SPÖ) erneut Sonderwege in der Pandemie-BekĂ€mpfung einschlagen wird und wie den leidenden Wiener Betrieben geholfen werden kann.

UnabhĂ€ngig davon stehen 2022 zahlreiche wichtige Projekt in Wien an. Jene aus Ulli Simas Verkehrsressort hat der KURIER bereits am Montag prĂ€sentiert. Nun sind die Programm-Highlights aus den anderen StadtratsbĂŒros an der Reihe.

Bildung und Jugend

2022 wird jede Schulleitung einer öffentlichen Pflichtschule eine Schulassistenz haben. Das kĂŒndigt man im BĂŒro von Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) an. Die Schulleitungen sollen durch diese KrĂ€fte entlastet werden, damit sie sich ganz ihren eigentlichen Aufgaben widmen können. In den KindergĂ€rten werden ab September die Assistenzstunden angehoben. Dadurch soll sich die Erwachsenen-Kind-Relation in den Gruppen verbessern. Ebenfalls im Herbst werden die SprachförderkrĂ€fte um weitere 50 Personen erhöht.

Weiters steht die Eröffnung zweier Bildungscampus an: In der Deutschordenstraße (Penzing) und in Atzgersdorf (Liesing). Erstmalig wird dieses Jahr das wien-weite Kinder- und Jugendparlament stattfinden: Seit Oktober waren Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, ihre Ideen fĂŒr die erste partizipative Kinder- und Jugendmillion online einzureichen. Die daraus entstandenen Projekte werden im neuen Parlament diskutiert.

Kultur

Über die geplanten diversen Ausstellungs- und Konzerthighlights fĂŒr das neue Jahr steht coronabedingt ein großes Fragezeichen. Fix ist aber auf alle

FĂ€lle ein Großprojekt, das schon bald startet: Ab MĂ€rz 2022 wird, wie der KURIER berichtete, das Theater an der Wien fĂŒr zwei Saisonen geschlossen. Das seit 2006 als Opernhaus gefĂŒhrte Traditionstheater am Naschmarkt wird um 60 Millionen Euro umfassend saniert.

Klimaschutz

Noch auf sich warten lĂ€sst eines der zentralen Vorhaben der rot-pinken Stadtregierung: Ein Klimaschutzgesetz fĂŒr Wien, das gleichsam als Klammer fĂŒr alle Klimaschutz-AktivitĂ€ten der Stadt fungieren soll. Um es ausgestalten zu können, „braucht es Klarheit ĂŒber das Klimaschutzgesetz auf Bundesebene“, heißt es im BĂŒro von Umweltstadtrat JĂŒrgen Czernohorszky (SPÖ).

DafĂŒr gibt es mit dem Doppelbudget 2022/23 erstmals auch ein Klimabudget mit Klimaschutz-Maßnahmen. Detailliert wird dabei aufgeschlĂŒsselt, welchen Beitrag die einzelnen Projekte zur CO2-Reduktion leisten.

DarĂŒber hinaus wird 2022 eine Reihe von Projekten gestartet bzw. fortgefĂŒhrt, die fĂŒr mehr GrĂŒn in der Stadt, KĂŒhlung und klimagerechte Energieerzeugung sorgen sollen. Heuer werden zum Beispiel der Reinlpark im 14. Bezirk und der Wieningerplatz im 15. Bezirk umgestaltet.

Schon 2021 startete der Umbau des Willi-Frank-Parks (5. Bezirk) und des Schedifkaplatzes in Meidling, die beide 2022 fertiggestellt werden. Auch grĂ¶ĂŸere GrĂŒnflĂ€chen werden fĂŒr die Bevölkerung zugĂ€nglich gemacht, so etwa der fast drei Hektar große Stadtpark Atzgersdorf, heißt es im BĂŒro Czernohorszky.

Wohnbau

Die 2016 gestartete Internationale Wohnbauausstellung geht dieses Jahr ihrem finalen Höhepunkt entgegen: Von Juni bis November werden die Ergebnisse zum Thema „Neues soziales Wohnen“ einem breiten Publikum prĂ€sentiert. Zu sehen sein werden mehr als 100 Wiener Projekte aus den Bereichen Neubau und Stadterneuerung.

Im Herbst startet eine Enquete zur Bauordnungsnovelle 2023. Neue Gemeindewohnungen werden in der Leopoldstadt (Handelskai) und in Favoriten (Eisring SĂŒd) ĂŒbergeben, heißt es im BĂŒro von WohnbaustadtrĂ€tin Kathrin Gaal (SPÖ).

Frauen

DemnĂ€chst startet eine groß angelegte Befragung der Wiener Frauen zu Themen wie Arbeit, Bildung und Freizeit. Hinzu kommt ein Beteiligungsprozess. Die Ergebnisse sollen zu konkreten frauenpolitischen Maßnahmen fĂŒhren.

Gesundheit

Im Schatten von Corona soll die wohnortnahe Gesundheitsversorgung ausgebaut werden. FĂŒnf der geplanten 36 PrimĂ€rversorgungseinheiten gibt es bereits. Aktuell sind vier weitere in Ausschreibung, heißt es im BĂŒro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). In Liesing wird es ab Herbst eine neue Rettungsstation geben. Breiter Raum wird auch 2022 der Ausbildungsoffensive „Pflege Zukunft Wien“ eingerĂ€umt.

Keine Details gibt es indes fĂŒr die seit Jahren geplante Neuaufstellung des Gesundheitsverbundes. Dies gilt sowohl fĂŒr die geplante ÜberfĂŒhrung des SpitalstrĂ€gers in eine Anstalt öffentlichen Rechts wie auch fĂŒr das Sanierungsprogramm fĂŒr die einzelnen Standorte.

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