© Kurier/Franz Gruber

Chronik Wien
11/23/2021

Ein Jahr Rot-Pink: Beim Klimaschutz geht es noch immer zu langsam

Der Ausstieg aus Gas ist eine große Baustelle, aber auch an anderer Stelle lassen große Würfe noch auf sich warten.

von Andreas Puschautz

Wien soll zur „Klimamusterstadt“ werden, heißt es im Koalitionspakt. Doch nicht nur im Verkehrssektor, auf den die meisten Emissionen entfallen, klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander.

Zwar wurde ein ressortübergreifender Klimadirektor installiert. Versprochene Maßnahmen sind aber noch ausständig. So soll der Gemeinderat nächste Woche das Klimabudget mit dem regulären Budget beschließen. Konkrete Treibhausgasbudgets mit verpflichtenden Reduktionspfaden werden aber erst 2022 kommen.

Ein Klimaschutzgesetz hat man sich vorgenommen, bis dato aber noch nicht präsentiert. Einen kleinen Schritt weiter ist man bei den Klima-Checks. Die Stadt will neue Vorhaben künftig auf ihre Auswirkungen auf das Klima prüfen. Das Umweltbundesamt wurde nun beauftragt, das Instrumentarium dafür zu entwickeln.

Erste Fortschritte

In den Bereichen Energie und Gebäude hat man teils mehr geschafft. Die ausgerufene Fotovoltaik-Offensive ist angelaufen. Die Fernwärme wird gleichzeitig ausgebaut und dekarbonisiert, im Neubau werden dank Energieraumplänen und Kombinationen aus Fotovoltaik und Erdwärme neue Standards geschaffen.

Die größte Baustelle bleibt jedoch der Bestand: Mehr als die Hälfte der Haushalte heizt mit Gas. Um den Ausstieg zu schaffen, hat Rot-Pink etwa Förderungen geschaffen. Für einen größeren Wurf will man noch das Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Bundes abwarten.

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