So könnte der Park aussehen.

© APA/KATHI PUXBAUM

Chronik Wien
08/27/2020

Grüne wollen Naschmarkt-Parkplatz in Park umbauen

Statt 10.000 Quadratmeter Asphalt soll es nach der Wien-Wahl eine Grünfläche mit Wasserflächen zur Erholung geben.

von Kevin Kada, Stefanie Rachbauer

Der asphaltierte Naschmarkt-Parkplatz zwischen der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse und dem Café Rüdigerhof bietet derzeit vor allem eines: Platz für Autos. 200 bis 300 an der Zahl seien es, sagt Michi Reichelt, Vize-Bezirkschef (Grüne) in Mariahilf.

Bäume und Grünflächen gebe es dagegen kaum. Das wollen die Grünen nun ändern: Sie wollen den Parkplatz in einen Park umbauen.

Denn: An heißen Tagen sei die Fläche ein Hitzepol, Oberflächentemperaturen von bis zu 65 Grad seien keine Seltenheit. "Mit dem Naschmarktpark wollen wir einen Park schaffen, mit Platz für alle Menschen und Wasserflächen zur Abkühlung" sagt Reichelt.

Der Park ist das zweite große Wahlkampf-Projekt des Grün-Politikers: Im Dezember stellte er Pläne für Begegnungszonen in der Gumpendorfer Straße vor - der KURIER berichetete.

Konkrete Planungen gibt es noch nicht. Die Grünen wollen die Fläche aber jedenfalls entsiegeln und mit Rankgerüsten, Beeten und Bäumen begrünen. Letztere müssten wohl in eigens angelegte Erdhügel gepflanzt werden: In den Untergrund kann nämlich nicht tief gegraben werden, weil dort der Wienfluss verläuft.

Zusätzlich vorgesehen: große Wasserflächen. "Wir wollen den Wienfluss zumindest symbolisch an die Oberfläche holen", sagt Reichelt. 

Aufwertung des Flohmarkts

Die Grünen sehen in der Neugestaltung des Platzes zudem eine Aufwertung des Flohmarktes, der samstags auf der Fläche stattfindet: "Schattige Plätze wären ein Gewinn für Händler und Besucher."

Am westlichen Ende des Parkplatzes soll zudem ein Radspielplatz entstehen, wie Reichelt erklärt: "Hier könnten Kinder auf verschiedenen Modulen das Radfahren in der Stadt trainieren."

Kosten unklar

Stellplätze für Autos soll es am Rand des neuen Parks übrigens weiter geben. Wie viele, steht noch nicht fest. Der Grund: Das Projekt ist bisher mehr Vision als konkreter Plan. Deshalb existiert auch noch keine Kostenschätzung.

Die Maßnahme sei aber extrem wichtig für das Klima in der Stadt, sagt Peter Kraus, grüner Planungssprecher im Gemeinderat: "Wenn wir die Lebensqualität unserer Stadt hochhalten wollen, müssen wir die Plätze und Straßen fit für die Zukunft machen. Nichts tun kommt uns teurer als der Umbau."

Stadt der 1.000 Parks

Er wolle Wien jedenfalls zur „Stadt der 1.000 Parks“ machen, sagt Kraus. Soll heißen: Keine Wienerin und kein Wiener soll es weiter als 250 Meter bis zur nächstgelegenen Grün- oder Freifläche haben.

Vage ist auch der Zeitplan: Reichelt hofft, das Projekt im Laufe der kommenden Legislaturperiode umsetzen zu können.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.