Im Supermarkt gilt die Maskenpflicht ab Freitag wieder

© Kurier/Jeff Mangione

Lokalaugenschein
07/22/2020

Rückkehr zur Maskenpflicht: "Besser, man hätte sie immer tragen müssen"

Anders als im April sind die meisten Menschen gut vorbereitet. Schon vor dem Freitag tragen viele im Supermarkt einen Schutz.

von Konstantin Auer

Eine Frau stürmt am Mittwochvormittag in den Lidl in der Wiener Vorgartenstraße, ein paar Sekunden später kommt sie wieder heraus – mit einer Maske in der Hand. Der Mund- und Nasenschutz, der ab Freitag in Supermärkten, in Post- und Bankfilialen wieder getragen werden muss, liegt hier immer noch gratis auf. „Ich hatte keine mehr und am Freitag könnten sie schnell vergriffen sein“, sagt die Frau im Vorbeigehen.

Den meisten scheint es aber anders zu gehen: Schon am Mittwoch tragen viele Supermarkt-Kunden wieder eine Maske, manche haben wohl nie damit aufgehört.

Als Anfang April zum ersten Mal die Maskenpflicht in Supermärkten ausgerufen wurde, herrschte noch große Aufregung: Wo bekomme ich eine Maske her, wie viel darf sie kosten, wie setzt man sie richtig auf und warum läuft die Brille ständig an – das waren die großen Fragen. Heute sehen die meisten der erneuten Einführung gelassen entgegen.

„Ich liebe es“, sagt etwa Eilan Ömer, als er aus dem Lidl kommt. Er hat beim Einkaufen seit Anfang April immer die Maske getragen. Wer wisse schon, wie viele Infizierte unterwegs sind, meint er.

„Es wäre besser gewesen, man hätte die Maske immer tragen müssen“, sagt Leonora D. Viele Menschen würden keinen Abstand halten und herumhusten. Eine aktuelle Umfrage von Research Affairs zeigt: 59 Prozent der Österreicher befürworten die Maskenpflicht.

Ein notwendiges Übel

Auch wenn sie für manche eine Belastung ist, wird sie akzeptiert: „Ich habe Asthma, da fällt das Atmen mit Maske schwer“, sagt etwa Siegfried Wyt vor dem Interspar in der Wiener Engerthstraße. Er trägt den Schutz trotzdem: „Es ist einfach notwendig“. Wobei er im Geschäft noch auffällt – niemand der Mitarbeiter trägt hier Maske.

„Natürlich sind die Mitarbeiter nicht besonders begeistert, viele haben Probleme, den ganzen Arbeitstag Maske zu tragen“, teilt eine Spar-Sprecherin mit. Man müsse das im Sinne der Allgemeinheit aber aushalten. Bei der Rewe-Gruppe müssen die Verkäufer der Feinkost schon seit längerem wieder Mund- und Nasenschutz tragen.

Gratis Masken

Spar und Rewe werden auch wieder Gratis-Masken bereitstellen – so lange der Vorrat reicht. „Wir haben aber in Oberösterreich gesehen, dass die meisten eh schon Masken haben“, sagt ein Sprecher von Rewe. Dort habe die Wiedereinführung „sehr diszipliniert“ funktioniert. Die Notwendigkeit, wieder extra Securitys zu beschäftigen, sieht man bei Spar nicht: „Wir appellieren an die Vernunft der Kunden“.

Dass in Supermärkten Cluster entstanden sind, ist übrigens nicht bekannt. Gesundheitsminister Anschober (Grüne) begründete die Wiedereinführung der Maskenpflicht mit der Notwendigkeit für Risikogruppen, trotz steigender Zahlen Essen zu kaufen oder die Post und die Bank aufzusuchen. Konstantin Auer

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