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Chronik Wien
01/23/2020

Betrüger soll älteren Damen Geld entlockt haben: Polizei sucht Opfer

Der Verdächtige wurde bereits festgenommen, doch es werden weitere Betrugsopfer vermutet.

Ein mittlerweile 62-jähriger Mann aus Deutschland gab sich sei Juni 2019 mehrmals als Mitarbeiter der Pensionsversicherungsanstalt aus und sprach dabei ältere Damen beim Heimkommen an. Er erzählte ihnen, dass sie eine Gutschrift von der Pensionsversicherung erhalten würden. Weiters versicherte er ihnen, dass sie bereits schriftlich kontaktiert wurden, darauf aber nicht reagiert hätten. Dann soll er ihnen angeboten haben, den entsprechenden Antrag direkt vor Ort gegen eine Bearbeitungsgebühr zu erledigen.

Diese sogenannte "Gebühr" dürfte sich in der Regel auf zehn Prozent der angeblichen Gutschrift belaufen haben. Die Opfer zahlten daraufhin zwischen 200 und 240 Euro in bar. In einigen Fällen soll er unter dem Vorwand der Überweisung der "Gutschrift" auch an Bankomatkarten und PIN-Codes gekommen sei. Diese nutzte der mutmaßliche Betrüger, um Bargeld zu beheben.

Der 62-Jährige wird außerdem verdächtigt, einem seiner Opfer einen höheren Geldbetrag aus einer Lade gestohlen zu haben.

Der Deutsche wurde bereits seit einiger Zeit gesucht und konnte am Dienstagvormittag, 21.01.2020, festgenommen worden. Die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) beobachtete den vermeintlichen Angestellten der Pensionsversicherungsanstalt, wie er in der Nähe der Bim-Station Troststraße/Neilreichgasse in Wien-Favoriten ältere Personen ausspionierte. Der mutmaßliche Täter wurde noch an Ort und Stelle festgenommen.

Bis dato sind der Polizei zehn Opfer sowie eine Gesamtschadenshöhe von mehreren tausend Euro bekannt. Es wird jedoch von einer erheblichen Dunkelziffer ausgegangen. Der Festgenommene selbst spricht von "etwa 20 Opfern“.

Polizei warnt vor Betrugsmaschen

Die Polizei veröffentlichte nun Fotos, um mögliche weitere Opfer zu finden. Betroffene können sich unter der Telefonnummer 01/31310/25600 melden.

Weiters wird im Sinne der Prävention darauf hingewiesen, dass öffentliche Versicherungsanstalten niemals Mitarbeiter ausschicken, um Geldbeträge in bar zu kassieren. Jeglicher Kontakt erfolgt schriftlich. Zudem appelliert die Polizei, die Bankomatkarte niemals Fremden zu geben oder diesen gar den PIN-Code zu nennen.  

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