Ein Smiley ist am 07.12.2012 auf einem Baustellenwarnlicht, das von Schnee bedeckt ist, in Köln (Nordrhein-Westfalen) zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Winterwetter
02/13/2013

Schneechaos bleibt vorerst aus

Nur bis zu zehn Zentimeter der weißen Pracht werden erwartet - Flüge wurden dennoch gestrichen.

Das für Mittwoch angekündigte Schneechaos bleibt Ostösterreich offenbar erspart: Die Schlechtwetterfront trifft nicht nur verspätet ein, sondern auch wesentlich abgeschwächt, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Statt 20 bis 25 wurden nur mehr fünf bis maximal zehn Zentimeter der weißen Pracht erwartet. Damit angezuckert würden Niederösterreich, die Steiermark und das Burgenland sowie eventuell Teile Unterkärntens.

Die Wettermodelle hätten eine ziemliche Schwankungsbreite gehabt, meinte man bei der ZAMG. Nun hätte sich das Pendel in Richtung Abschwächung bewegt. Die Temperaturen würden am Donnerstag zwischen minus drei und plus ein Grad Celsius betragen. Wetterbegünstigt sei der Westen, wo es weitgehend trocken bleibt. In Vorarlberg hätte man teilweise sogar Chancen auf etwas Sonne.

Dieser Trend dürfte sich auch am Freitag fortsetzen: Der Westen wird bis auf etwas Hochnebel sonnig, während der Osten am Vormittag trüb mit ein paar Schneeflocken bleibt. Diese unergiebigen Niederschläge werden am Nachmittag aufhören.

AUA hat Flüge gestrichen

Der Flughafen Wien in Schwechat hat deshalb keinerlei Beeinträchtigungen zu verzeichnen. Einzelne Maschinen wurden vor dem Start enteist, weshalb geringe Verzögerungen möglich waren, so Sprecher Peter Kleemann. Er empfahl dennoch den Passagieren, sich bei den Airlines über den Status ihrer Flüge zu erkundigen, da einige Destinationen offenbar in Erwartung der weißen Pracht präventiv abgesagt worden waren.

"Wir haben aktuell eine sehr geringe Schneedecke von drei Zentimetern, was keinerlei Probleme bereitet", sagte Kleemann. Sollte es dennoch mehr als erwartet schneien, käme auf den Flughafen eine Menge Arbeit zu: Die zu räumende Fläche - Pisten, Vorfeld und Rollwege - entspricht der von 320 Fußballfeldern oder einer zweispurigen Autobahn von Wien nach Salzburg.

Die Austrian Airlines hatten bereits im Vorfeld 18 Flüge gestrichen. "Wir haben dies getan, um die Auswirkungen auf die Passagiere und unser Flugprogramm so gering wie möglich zu halten", erläuterte Sprecherin Patricia Strampfer. Man habe vor allem Destinationen abgesagt, die mehrmals pro Tag von Schwechat bedient werden, um so Umbuchungen möglich zu machen.

"Noch kann man keine Entwarnung geben, die Schneefront hat sich nur zeitlich verzögert", meinte Strampfer. Sie empfahl allen Passagieren, sich vor der Abfahrt zum Airport über ihren Flug zu informieren und für den Weg mehr Zeit einzuplanen, sobald der Schneefall eingesetzt hat.

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