Chronik Österreich
08/15/2020

Unwetter: Murenabgänge in mehreren Bundesländern

In der Nacht auf Samstag ist es zu Dutzenden Feuerwehreinsätzen aufgrund von Gewittern und Starkregen gekommen.

Schwere Unwetter mit Starkregen haben am Freitagabend in Kärnten mehrere Murenabgänge verursacht. So wurde etwa die Gurktal Bundesstraße (B 93) im Bereich Poitschach bis Fuchsgruben verlegt und musste gesperrt werden.

Die Turracher Bundesstraße (B 95) war im Bereich Spitzenbichl/Prekowa nach kleineren Murenabgängen teilweise nur einspurig befahrbar.

Ebenso musste laut Kärntner Polizei die Goggausee Landesstraße (L 80) im Bereich St. Ulrich bis Rennweg/Steuerberg nach mehreren Murenabgängen gesperrt werden.

Und im Gemeindegebiet Kleblach-Lind, im Bezirk Spittal/Drau trat nach einem starken Gewitter der Lengholzbach über die Ufer und verlegte die Kleblacher Straße (L 14b) mit Geröll und Baumstämmen, die ebenfalls gesperrt werden musste.

Unwetter in Niederösterreich

Eine Gewitterzelle mit Starkregen im Großraum Neunkirchen hat am Freitagabend zahlreiche Unwettereinsätze zur Folge gehabt. 40 Feuerwehren mit 380 Mitgliedern waren ausgerückt, teilte Bezirkskommandant Josef Huber am Samstag auf Anfrage mit. "Im Minutentakt waren Notrufe eingegangen."

Keller wurden überflutet, die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, teilweise kam es auch zu Vermurungen, so Huber. Die meisten Schadensstellen im Bezirk gab es seinen Angaben zufolge in Natschbach-Loipersbach. Die Einsätze der freiwilligen Helfer dauerten bis gegen Mitternacht.

Nachdem sich das Unwetter über dem Bereich abgeschwächt hat, zog eine weitere Unwetterzelle über dem Bereich Edlitz, Thomasberg, Grimmenstein auf. Auch hier ging von einer Minute auf die andere sinnflutartiger Regen nieder. Der Boden konnte die enormen Wassermassen nicht fassen, was lokale Überflutungen zur Folge hatte.

In Edlitz beispielsweise kam es zu mehreren Vermurungen und Hangrutschungen. Weiters mussten Keller ausgepumpt werden. Strassen wurden überflutet. Weiters gab es ähnliche Einsätze in den Gemeinden Grimmenstein und Thomasberg.

Insgesamt standen im Bezirk Neunkirchen 20 Feuerwehren mit 400 Mitgliedern und 62 Fahrzeugen bis nach Mitternacht im Einsatz. Weiters wurde während der Unwetterlage der Bezirksführungsstab des Bezirksfeuerwehrkommandos Neunkirchen einberufen.

Feuerwehreinsätze im Südburgenland

Auch im Bezirk Jennersdorf mussten die Einsatzkräfte nach einem heftigen Gewitter im Raum Mogersdorf ausrücken. Gegen 0.47 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert, sagt Martin Ernst, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos (BFK) Jennersdorf am Samstag.

Aufgrund der Unwetter kam es zu Vermurungen, ein Baum fiel auf  die Gemeindestraße, etliche Keller waren überflutet. Insgesamt standen 88 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren die Nacht über im Einsatz.

Auch in der Steiermark, im Raum Feldbach, mussten die Feuerwehren wegen des Unwetters ausrücken.

Bergsteiger überlebten Blitzschlag unverletzt

Zwei Bergsteiger aus Deutschland haben Freitagnachmittag einen direkten Blitzschlag während einer Bergtour im Dachsteingebirge (Bezirk Gmunden) unbeschadet überstanden. Bei einem 35-Jährigen schlug der Blitz direkt am Helm ein. Sein 36-jähriger Kamerad erlitt 15 Meter entfernt über das Stahlseil einen Stromschlag. Die beiden Männer suchten Schutz an einem Felsen und setzten einen Notruf ab.

Die Bergsteiger wurden in das Krankenhaus nach Schladming geflogen, wo sie laut Klinik stationär aufgenommen wurden.

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