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Chronik Österreich
08/13/2020

Starkregen statt Sommerabend: Feuerwehren im Dauereinsatz

Heftige Unwetter mit Hagel und Starkregen gab es in Wien und Graz.

Heftige Unwetter sind am späten Donnerstagnachmittag bzw. -abend über Teilen Österreichs niedergegangen. Die Wiener Berufsfeuerwehr stand ab dem Nachmittag im Dauereinsatz und musste zu rund 100 Einsätzen wegen Starkregens ausrücken.

Die Einsätze erfolgten wegen umgestürzter Bäume, abgebrochene Äste, überflutete Keller oder Wassereintritte in Wohnungen, teilte Lukas Schauer, Sprecher der Berufsfeuerwehr, der APA mit. Informationen über zu Schaden gekommene Menschen gab es zunächst nicht.

Innerhalb von zehn Minuten fielen etwa an der Station Hohe Warte 20 Liter Regen. Die Gewitterzelle zog dann langsam in Richtung Westen und in den westlichen Stadtteilen kam es dann stellenweise zu großem Hagel. Auch Sturmböen von bis zu 93 km/h wurden laut dem Wetterdienst Ubimet auf der Jubiläumswarte gemessen. Ledigilch für Vorarlberg wurde keine Unwetterwarnung ausgerufen.

Niederösterreich

In Feistritz am Wechsel in Niederösterreich war die L134 für mehrere Stunden nicht passierbar. Drei Murenabgänge blockierten die Fahrbahn.

Die Feuerwehr Feistritz am Wechsel, Aspang sowie die Strassenmeisterei Aspang rückte mit schweren Gerät an, um die Muren zu beseitigen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

Kärntner Feuerwehren: 42 Einsätze

Die Kärntner Feuerwehren sind am Donnerstagabend zu insgesamt 42 Unwetter-Einsätzen ausgerückt. Wie die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) auf APA-Anfrage mitteilte, zog das Unwetter über Mittelkärnten - betroffen waren das Metnitztal, der Raum Friesach, St. Veit an der Glan und ein Teil von Völkermarkt. Schwerpunkt waren überflutete Keller und verlegte Straßen.

Die Freiwillige Feuerwehr Metnitz (Bezirk St. Veit an der Glan) musste außerdem zu grenzübergreifenden Einsätzen in die Steiermark ausrücken: In Auen und Laßnitz (Gemeinde Murau) wurden Landesstraßen an mehreren Stellen überflutet beziehungsweise unterspült, außerdem mussten mehrere Keller ausgepumpt werden.

Blitzschlag löste Brand aus

Ein Blitzschlag hat am Donnerstagabend einen Wohnhausbrand in Olbendorf (Bezirk Güssing) im Südburgenland ausgelöst. Während eines heftigen Gewitters bemerkte die Hausbesitzerin gegen 20 Uhr Rauch im Bereich eines Dachfensters und verständigte per Notruf die Feuerwehr, berichtete die Polizei am Freitag. Nach etwa eineinhalb Stunden hieß es "Brand aus", es gab keine Verletzten.

Bei den Löscharbeiten waren die Feuerwehren Olbendorf, Oberdorf und Oberwart mit insgesamt zehn Fahrzeugen und 58 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Nach dem Abschluss der Löscharbeiten wurde mit Hilfe einer Wärmebildkamera festgestellt, dass sich keine Glutnester mehr im Gebäude befinden. Die Höhe des bei dem Brand entstandenen Sachschadens war vorerst nicht bekannt.

Unwetter beschäftigten Donnerstagabend auch die Feuerwehren in Rudersdorf (Bezirk Jennersdorf) und Winden am See (Bezirk Neusiedl am See). Nach Angaben der Landessicherheitszentrale gab es in beiden Gemeinden insgesamt neun Einsätze.
 

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