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Chronik Österreich
10/29/2021

Über 5.800 Neuinfektionen in Österreich

17 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Die vierte Welle nimmt weiter an Fahrt auf, auch am Freitag hat es in Österreich einen neuen Corona-Höchstwert gegeben. Von Donnerstag auf Freitag wurden in Österreich 5.861 Corona-Neuinfektionen registriert. Dies liegt deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 3.996. Mehr als 5.000 neue Fälle pro Tag hatte es zuletzt in der zweiten Welle im November 2020 gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 314,33.

Zudem gibt es 17 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion zu vermelden, damit hat die Pandemie bisher 11.333 Todesopfer in Österreich gefordert. Allein in der vergangenen Woche kamen 100 Todesfälle hinzu. Die Zahl der aktiven Fälle steigt auf 39.843.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 149.650 PCR-Tests durchgeführt, die Positivrate beträgt 3,92 Prozent.

Im Krankenhaus lagen am Freitag bereits 1.370 Personen, das sind um 81 mehr als am Donnerstag. 280 Schwerkranke werden auf Intensivstationen betreut - um 15 mehr als am Vortag. Innerhalb einer Woche kamen 56 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Betreuung hinzu.

Bald 300 Intensivbetten belegt

Somit dürften bald 300 Intensivbetten belegt sein, was - allerdings erst mit einer Verzögerung von sieben Tagen - die nächste Stufe im Plan der Regierung bedeutet. Erst dann gilt in der Nachtgastro und in "ähnlichen Settings" sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesenen Sitzplätzen mit mehr als 500 Personen eine 2G-Regel, d.h. nur mehr Geimpfte oder Genesene haben Zutritt.

Außerdem sind in Stufe zwei Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit 3G-Eintrittsregel gültig. In der Bundeshauptstadt Wien sind genau diese Verschärfungen bereits abseits des "Stufenplans" in Kraft gesetzt worden.

Impfung weiter schleppend

Gegen einen schweren Infektionsverlauf schützt die Corona-Schutzimpfung, die in Österreich weiterhin sehr schleppend verläuft. 13.404 Impfungen sind am Donnerstag durchgeführt worden.

Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.879.490 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 65,8 Prozent der Bevölkerung. Genau 5.583.040 Menschen und somit 62,5 Prozent der Österreicher sind vollständig geimpft.

Aktuelle Zahlen aus den Bundesländern

  • Burgenland: 102
  • Kärnten: 260
  • Niederösterreich: 1.273
  • Oberösterreich: 1.469
  • Salzburg: 562
  • Steiermark: 685
  • Tirol: 357
  • Vorarlberg: 289
  • Wien: 864

Aktuelle Entwicklungen

  • Ampel-Kommission für Vorziehen von Maßnahmen (mehr)
  • Neue Ausreisekontrollen in drei weiteren Bezirken (mehr)
  • Deutscher Virologe: "Gehen sehr unvorbereitet" in den Herbst (mehr)
  • Reichen bereits ganz wenige Viren für eine Infektion? (mehr)
  • Corona-Ampel: Österreich fast flächendeckend rot (mehr)
  • Bezirk Melk erreicht Rekordmarke bei den Inzidenzwerten (mehr)
  • Ungeimpfte erhalten Brief von der Sozialversicherung (mehr

Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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