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Chronik Österreich
01/21/2022

Rohdaten: Rund 28.000 Neuinfektionen in Österreich

Zu den Neuinfektionen liegen, wie gestern schon, derzeit nur Rohdaten vor.

Von Donnerstag auf Freitag wurden laut Rohdaten um 8.00 Uhr 28.582 Neuinfektionen für Österreich ausgewiesen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt damit 1.697.

Rohdaten? In der Früh werden im Epidemiologischen Meldesystems alle neu registrierten Fälle erfasst, sind aber noch nicht um etwaige Doppelmeldungen bzw. falsch gemeldete Fälle bereinigt. Man spricht von Rohdaten. Aufgrund der hohen Fälle in letzter Zeit, nimmt diese Bereinigung dieser Daten laut Gesundheitsministerium viel Zeit in Anspruch, auch in den nächsten Tagen sei mit Verzögerungen zu rechnen. Alle Einmeldesysteme - also auch das EMS - würden jedoch uneingeschränkt und ohne Störungen laufen, versichert man.

Auch am Mittwoch und Donnerstag trat dieses Problem auf: Am Mittwoch wurde ein neuer Höchststand in der Pandemie von 27.677 Neuinfektionen vermeldet. Diese offiziellen Zahlen lagen jedoch erst am späten Nachmittag vor: In der Früh wurden 31.070 Neuinfektionen im EMS eingemeldet, aus denen dann letztendlich die 27.677 Fälle wurden, mehr als ein Zehntel fiel also weg.

Auch gestern gab es keine offiziellen, also bereinigten Zahlen - und sie liegen immer noch nicht vor. Gestern Vormittag wurden 25.592 Neuinfektionen ins Epidemiologische Meldesystem eingemeldet (mehr dazu). 

Im Schnitt der letzten sieben Tage waren die im EMS eingemeldeten Infektionszahlen um gut 900 Fälle höher als in der Meldung des Krisenstabes.

Impfungen

Das Impfdashboard des Sozialministeriums funktionierte jedoch: 38.200 Impfungen wurden demnach am Donnerstag durchgeführt. Davon waren am Tag des Beschlusses der Impfpflicht 4.396 Erststiche, das sind 11,5 Prozent. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 30.216 Erstimpfungen durchgeführt. Den Großteil machten am Vortag die 27.150 Drittstiche mit 71,1 Prozent Anteil aus. 6,43 Millionen Menschen in Österreich und somit 72 Prozent der Einwohner verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Neuinfektionen in den Bundesländern

Laut der unbereinigten EMS-Meldung von Freitag, 8.00 Uhr kamen 7.626 in Wien hinzu. 4.896 gemeldete Infektionen waren es aus Ober- und 4.165 aus Niederösterreich sowie 3.377 aus Tirol. Ebenfalls ohne Datenbereinigung 2.888 Ansteckungen kamen in der Steiermark hinzu, 2.471 in Salzburg, 1.412 in Kärnten, 1.123 in Vorarlberg und 624 im Burgenland.

Die gewohnten täglichen Fallzahlen zu Hospitalisierungen und Todesfällen aus dem Krisenstab lagen Freitagmittag ebenfalls noch nicht vor.

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Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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