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Chronik Österreich

Preuner holt sich gegen Neutor-Sperre Hilfe von Landesregierung

Salzburgs Bürgermeister Preuner will statt geschlossenem Neutor eine strategische Verkehrsplanung mit Leitzentrale.

von Matthias Nagl

02/26/2019, 06:00 PM

Jeden Tag mindestens eine neue Idee, kurzfristig einberufene Pressekonferenzen am laufenden Band und Politiker, die auch morgen, Donnerstag, wieder den Wochenmarkt Schranne bevölkern werden. Es ist offensichtlich: In Salzburg herrscht Wahlkampf.

Diesem hat die Allianz aus SPÖ, Bürgerliste und Neos vergangene Woche mit dem Beschluss, das Neutor ab Ende Mai für den Durchzugverkehr zu sperren, unerwarteten Schwung gegeben. Ob das eine gute Idee war, werden die Zeit und die Wähler bei der Gemeinderatswahl am 10. März entscheiden. Für Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) ist schon jetzt klar, dass die Sperre falsch ist.

BÜRGERMEISTERWAHLEN SALZBURG: INTERVIEW PREUNER (ÖVP)

Gemeinsame Steuerungsgruppe

„Alles, was punktuell daherfliegt, bringt uns nicht weiter. Wir müssen aufhören mit diesem Hü und Hott“, sagt er. Preuner will wegkommen von rein städtischen Verkehrsinitiativen und nur mehr gemeinsam mit dem Land handeln. „Die Verkehrsplanung muss in einer Hand zusammengeführt werden“, sagt der Stadtchef.

Dafür gibt es seit Herbst eine Steuerungsgruppe von Stadt und Land, in der neben Preuner auch Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und Stadtrat Johann Padutsch, ein Mitglied der Neutor-Allianz, sitzen. Schnöll leistete seinem Parteikollegen Preuner Schützenhilfe und sprach sich gegen die Neutor-Sperre aus. „Der Zeitpunkt und die Einzelmaßnahme sind falsch“, sagt Schnöll.

Buslinien adaptieren

Die beiden Parteifreunde wollen zunächst eine gerade in Ausarbeitung befindliche Pendlerstromanalyse abwarten. Dann sollen die Regionalbuslinien an die Ergebnisse der Analyse angepasst werden und in weiterer Folge das städtische Busnetz adaptiert werden, um insgesamt mehr Pendler in die Öffis zu bringen.

Zusätzlich soll eine Verkehrsleitzentrale eingerichtet werden, in der die Polizei, die Asfinag und die ÖBB vertreten sind. Sie soll auf aktuelle Ereignisse reagieren und auch in die Ampelsteuerung in der Stadt eingreifen können.

Kurzzeit-Vignette gefordert

Für eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt, dem eigentlichen Ziel der Neutor-Allianz, sprach sich am Dienstag Preuner allerdings auch aus. Er will das aber mit behutsam gesetzten Einzelmaßnahmen erreichen, sodass eine Sperre nicht mehr nötig sei.

Abseits der Innenstadt verfolgen Preuner und Schnöll ein Ziel, das auch anderen Grenzstädten zugute kommen soll. Sie wollen sich beim Verkehrsminister für die Einführung einer digitalen Kurzzeit-Vignette einsetzen.

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