Chronik | Österreich
29.11.2017

Nur noch ein Bundesland ringt um die Beamtengagen

In Graz wird weiter über Gehaltsplus verhandelt, in Linz gibt es eine Einigung.

Der oberösterreichische Landeshauptmann bewegte sich dann doch. Wenn auch nicht in die Richtung, die Thomas Stelzer, ÖVP, gerne gegangen wäre: 80 Prozent seiner Landesbediensteten werden nämlich doch gleich wie ihre Kollegen im Bund behandelt und, wie berichtet, somit kommendes Jahr um 2,33 Prozent mehr Gehalt bekommen. Stelzer wollte eigentlich nur ein Prozent mehr bieten.

Seinem steirischen Parteikollegen Christopher Drexler stehen die finalen Verhandlungsrunden noch bevor. Montagabend gab es noch keine Einigung, am Nikolaustag wird weiter gerechnet. Wie Stelzer ging der steirische Personallandesrat mit einem Plus von einem Prozent in die Gespräche, die Personalvertretung aber mit 2,33 Prozent, also der Gehaltseinigung des Bundes. Doch der Schlussstrich ist im Grazer Landhaus noch nicht gezogen: Bewegungsspielraum seitens des Landes sei drin, ließen die Verhandler am Dienstag durchblicken. Ein Plus von 2,33 Prozent würde allein für die rund 7000 Landesbediensteten Mehrkosten von neun Millionen Euro bedeuten.

Demo nicht mehr fix

In Oberösterreich schlägt sich die Gehaltserhöhung mit 13 Millionen Euro zu Buche. Bezieher von Gehältern bis zu 3400 Euro brutto bekommen 2,33 Prozent mehr; alle Besserverdienenden eine Pauschale von 79,20 Euro zusätzlich. Offen ist noch, ob und wie groß am Krampustag vor dem Beschluss des Sparbudgets im Landtag demonstriert wird: Die öffentlich Bediensteten würden nicht mehr aufmarschieren, hieß es beim Gewerkschaftsbund. Weil in den Sozialbereichen aber rund 100 Jobs gefährdet sein sollen, könnte es dennoch zu einer Protestkundgebung kommen.