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Chronik Österreich
12/17/2021

Nur in Wien haben die Wirtshäuser noch geschlossen

Oberösterreich beendet am Freitag als letztes Bundesland den Lockdown für alle, doch unterschiedliche Corona-Regeln bleiben.

von Christian Willim, Petra Stacher, Elisabeth Holzer

Nur langsam löst sich der Fleckerlteppich in Österreich auf und die Bundesländer marschieren wieder im Gleichklang – beinahe jedenfalls, denn: Wien öffnet erst am Montag, 20. Dezember, Lokale und Hotels.

In allen anderen Bundesländern sind hingegen mit Freitag  auch Gastronomie und  Hotellerie neben Handel, Kultureinrichtungen sowie körpernahen Dienstleistern wieder offen bzw. im Einsatz – allerdings nur für geimpfte oder genesene Kunden.

In Oberösterreich waren all diese Bereiche etwas länger geschlossen als bundesweit: Der Lockdown im von der vierten Welle besonders stark betroffenen Bundesland ging erst Donnerstagmitternacht zu Ende. In Oberösterreich und auch  Salzburg  standen die Spitäler vor dem Kollaps, die Lage bleibt im Vorfeld der anrollenden Omikron-Welle weiter angespannt. In Oberösterreich lagen zur Lockdown-Verkündung am 18. November 106 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, am Donnerstag waren es immer noch 85.

"Auch wenn wir nun erste Öffnungsschritte setzen, sind wir leider noch nicht über dem Berg", warnte deshalb auch Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). In Salzburg lagen in der vierten Welle bis zu 50 Covid-Intensivpatienten in den Spitälern – ein Höchstwert in der bisherigen Pandemie. Am Donnerstag vor den nächsten Öffnungsschritten waren es etwa halb so viele.

Die kritischsten Werte bei der Auslastung der Intensivstationen haben aber derzeit Tirol und Vorarlberg, jene Länder, die bereits am Sonntag den Lockdown in allen Bereichen beendet haben.

Nun folgen auch die in den meisten anderen Bundesländern Gastronomie und Hotellerie. Damit wird der Fleckerlteppich an Corona-Regeln zwar etwas übersichtlicher, vollkommen einheitlich sind die Maßnahmen in den Bundesländern dennoch nicht. Einige haben strengere Vorschriften verhängt. Der Lockdown für Nicht-Immunisierte mit nur wenigen Ausgangsgründen besteht aber weiterhin in ganz Österreich.

Was gilt nun wo? Ein Überblick über die wichtigsten Bereiche

Gasthäuser und Hotels

Allgemein gilt dort: Ab zwölf Jahren ist die 2-G-Regel einzuhalten, Zutritt hat man nur geimpft oder genesen (ein vollständiger "Ninja-Pass" gilt bis zur neunten Schulstufe als 2-G-Nachweis). Es gilt Maskenpflicht abseits des Sitzplatzes und außerhalb des eigenen Hotelzimmers. Sperrstunde ist um 23 Uhr.

Drei Bundesländer waren die ersten, die mit Ende des allgemeinen Lockdowns am Sonntag, 12. Dezember, alle möglichen Bereiche unter 2-G-Vorschriften öffneten: Im Burgenland sowie in Tirol und Vorarlberg durften Gasthäuser und Hotels bereits am Sonntag aufsperren; im Fall von Tirol und Vorarlberg öffneten auch die Skihütten.

In Vorarlberg gilt zusätzlich: Nur zehn Erwachsene (plus zehn Kindern) dürfen an einem Tisch sitzen

Niederösterreich, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und die Steiermark folgen  mit der Öffnung der Gastronomie und Hotellerie am Freitag. Die Kärntner Landesregierung gab am Donnerstag bekannt, ähnlich streng wie Vorarlberg zu sein: Nur bis zu zehn Erwachsene (plus maixmal zehn Kinder ) sind pro Gasthaustisch gestattet. Wien öffnet am Montag, 20. Dezember.

Vom Buchgeschäft zum Baumarkt

In fast ganz Österreich durften jene Handelssparten ab Montag wieder öffnen, die während des Lockdowns geschlossen waren. Das betrifft kleine Buchläden wie große Baumärkte. Nur Oberösterreich verharrte bekanntlich noch im Lockdown, die Türen zu diesen Geschäften öffnen sich erst ab heute, Freitag, wieder.

Die vom Lockdwon betroffenen Unternehmen dürfen ausnahmsweise auch am vierten Adventsonntag öffnen (10 bis 18 Uhr).

Auch hier gilt: Einkaufen darf man nur mit 2-G-Nachweis und Maske. Grundsätzlich gilt für alle ab 14 Jahren FFP2-Pflicht, Kinder unter sechs Jahren brauchen keine Maske, 6- bis 14-Jährige oder Schwangere sowie Personen, die aus bestätigten Gründen keine FFP2-Maske tragen könne, benötigen Mund-Nasen-Schutz.

Friseur oder Masseur

Bis auf Oberösterreich durften auch die köpernahen Dienstleistungsbetriebe wie Friseurstudios oder Masseure bereits wieder öffnen. Auch hier gilt 2-G-Regel sowie Maskenpflicht für alle Anwesenden.

Kino oder Theater, Schwimmbad oder Fitnesscenter

Sie sind bundesweit bereits seit Sonntag offen ( nur Oberösterreich folgt nun am Freitag, 17. Dezember). Es gilt die 2-G-Regel, außerdem Maskenpflicht (außer z. B. im Fitnesscenter bei der direkten Sportausübung oder unter der Dusche, sehr wohl aber in der Garderobe).

Die Besucherhöchstzahl  liegt  im Kulturbereich in  geschlossenen Räumen (z. B. Kino oder Theater) mit fix zugewiesenen Sitzplätzen bei 2.000 Personen.

Christkindlmärkte

Sie durften ebenfalls bereits am Sonntag öffnen (ausgenommen Oberösterreich): Es gilt 2-G und Maskenpflicht, es dürfen sich maximal 300 Besucher zeitgleich auf dem Markt aufhalten. In Vorarlberg, Tirol und im Burgenland durften bereits ab Sonntag auch Speisen und Getränke zur Konsumation vor Ort  angeboten werden, in der Steiermark, in Kärnten, Salzburg, Nieder- und Oberösterreich gilt diese Erlaubnis mit Freitag, 17. Dezember, in Wien ab  Montag, 20.Dezember.

Allerdings hat Vorarlberg ein generelles Alkoholverbot auf den Adventmärkten verhängt: Alkoholika dürfen weder ausgeschenkt noch von Besuchern mitgebracht werden.  In der Steiermark wird zum Teil ebenfalls kein  Punsch oder Glühwein verkauft: So kommt der Christkindlmarkt auf dem Grazer Hauptplatz ohne Alkohol aus.

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