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Chronik Österreich
05/02/2020

Lange Warteschlangen vor Einkaufszentren und Möbelhäusern

Die neue Normalität heißt Warten auf das Aufmachen: Shopping Citys wurden regelrecht gestürmt.

von Elisabeth Holzer, Julia Schrenk, Christoph Schwarz

Waren es vor zwei Wochen die Baumärkte, so sind es am Samstag wohl die Möbelhäuser und Einkaufszentren: Schon vor der (Wieder)Eröffnung bildeten sich Warteschlangen an den Eingängen, vielfach auch artig mit mit Einkaufswagerl-Abstand zwischen den Kunden.

Vor allem Ikea scheint den Österreichern doch ziemlich abgegangen zu sein. So war die Warteschlange vor der Filiale in der Shopping City Süd in Niederösterreich bereits eine Stunde vor dem Aufmachen gut 100 Meter lang, berichteten die Kunden via sozialer Medien.

Auch in Graz - hier steht Ikea am Gelände des Shopping Center West - sowie in Klagenfurt ging es am Samstagvormittag rund. 

Um 13 Uhr ist in der SCS aber schon fast so etwas wie Routine eingekehrt. Der schlimmste Ansturm ist bereits vorbei. Den gab es gleich in der Früh, als das Möbelhaus öffnete. "Die Menschen standen im Freien Schlange. Das gibt es auch an gut frequentierten Samstagen sonst nicht", sagt Store-Managerin Galina Sulzberger. Zu Mittag habe man schon fast so viele Kunden gezählt wie üblicherweise an einem gesamten Tag.

Desinfektionsmittel alle 15 Minuten aufgefüllt

Die Sicherheitsvorkehrungen sind gut durchdacht. Alle tragen Maske, für die Kunden werden am Eingang gratis welche verteilt. Auch ein Spender mit Desinfektionsmittel steht bereit, hunderte Liter des Mittels hat man auf Vorrat gekauft. Eine gute Entscheidung: Die Kunden sind diszipliniert,  der Spender am Eingang muss alle 15 Minuten nachgefüllt werden.

Das ausgeklügelte Wege-Konzept, auf dem man sich durch jede Ikea-Filiale bewegen muss, hat man heute noch verschärft: "Wir versuchen, die Ströme noch besser zu lenken." Nur der Haupteingang ist geöffnet. Der Ausgang, den jeder geübte Ikea-Kunde als Abkürzung zur Warenhalle nimmt, wird bewacht.

 

Wie ein normaler Samstag

Groß ist seit Samstagvormittag auch der Andrang auf der Mariahilfer Straße. Fast könnte man glauben, es wäre ein ganz normaler Samstag, nicht der erste, an dem wieder alle Geschäfte geöffnet sind.

Vor den Handyshops stehen die Menschen Schlange, in machen Modegeschäften wird man mit Desinfektionssoray besprüht, in anderen gebeten, die Hände selbst zu desinfizieren. Wer die Tische mit dem Desifektionsmittel beim Eingang ignoriert, auch mit nachdrücklicher Aufforderung.

Wer seinen Mund-und-Nasenschutz vergessen hat, kann auch einen auf dem Gehsteig kaufen. Da haben zwei Frauen ein Köfferchen mit selbst genähten Masken aufgestellt. Mit Genehmigung des Marktamtes, heißt es.

Wer seinen Mund-und-Nasenschutz vergessen hat, kann auch einen auf dem Gehsteig kaufen. Da haben zwei Frauen ein Köfferchen mit selbst genähten Masken aufgebaut. Mit Genehmigung des Marktamtes, heißt es.

Unterhaltung und die dazu eventuell fehlende Elektronik stand freilich auch hoch im Kurs der Samstagvormittag-Einkäufer. So kam es zu Stau an den Eingängen diverser Media Mark-Filialen wie etwa im Shoppingzentrum Mall Wien-Mitte.

Gefragt waren Kleidung und Sportartikel

Auch das Shopping Center West in Graz meldete Samstagmittag eine erfolgreiche Rückkehr. Besonders gefragt waren Bekleidung und Sportartikel, beschreibt Manager Martin Wittigayer. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Start. Die Frequenz ist einem üblichen Einkaufssamstag schon recht nahegekommen."

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