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Chronik Österreich
05/23/2021

Erster Samstag nach der Öffnung: 2.000 Menschen am Donaukanal

Während im restlichen Österreich wegen des schlechten Wetters nur wenig los war, konnte man sich am Donaukanal kaum mehr bewegen.

von Kevin Kada, Elisabeth Holzer

Der Lockdown ist vorbei und der große Ansturm am Samstag tagsüber ist vielerorts allerdings ausgeblieben. Das lag weniger daran, dass Herr und Frau Österreicher mittlerweile zu Gastro-Muffel geworden sind, sondern vor allem am eher bescheidenen Pfingstwetter.

Hunderten Party-Fans war das Wetter in Wien aber wohl egal. Am Donaukanal versammelte sich eine riesige Menschenmasse für eine Party zum Lockdown-Ende.

Wie die Landespolizeidirektion Wien bestätigt, waren die Beamten vor Ort. Nach ihren Schätzungen soll es sich um rund 2.000 Personen gehandelt haben, die im Bereich zwischen der Marien- und Rosauerbrücke eine Party gefeiert haben.

Wie ein Sprecher der LPD Wien erklärt, wurden die Corona-Maßnahmen zum größten Teil nicht eingehalten. Anzeigen gab es aber dennoch keine. "Wir waren vor Ort und haben zahlreiche Gespräche geführt. Hätten wir eine Amtshandlung durchsetzen wollen, dann hätten wir eine Eskalation riskiert", so ein Sprecher der Wiener Polizei.

Insgesamt war die Situation sehr angespannt. Durch die örtlichen Gegebenheiten am Donaukanal (wenig Platz, Wasser und viele Menschen) hätte es bei einer Amtshandlung wohl zu größeren Problemen kommen können, meint auch die LPD Wien.

Insgesamt gab es Wien-weit am Samstagabend 249 Kontrollen in der Gastronomie. Nur je ein Lokal im 10. und 11. Bezirk hatte nach der Sperrstunde noch geöffnet. Dort gab es insgesamt über 30 Anzeigen.

Ansonsten war es ein vergleichsweise "ruhiger Samstag für Wiener Verhältnisse". Insgesamt gab es 90 Anzeigen nach den Covid-Gesetzen sowie 51 Organmandate, erkärte der Sprecher der Wiener Polizei.

Lokale am Donaukanal hatten laut LPD Wien keine mehr geöffnet. Man gehe davon aus, dass sich die "Partygäste" ihre Getränke selbst mitbrachten.

Man nutze den Vorfall in der Nacht zum Sonntag als Warnung. "Wir werden diesen Bereich in den nächsten Wochen verstärkt überwachen", so der Sprecher der LPD.

Ruhiger Abend in Graz

In den Abendstunden zeigte sich ein gänzlich anderes Bild in der steirischen Landeshauptstadt Graz. Die Innenstadtlokale waren gut gefüllt, allerdings augenscheinlich nicht ausgebucht. Das lag wohl, wie auch schon in den Einkaufsstraßen im Land, am schlechten Wetter. 

Was auffiel: Die Kellner bzw. Gastronomen waren sehr darum bemüht, die Sperrstunde um 22 Uhr penibel einzuhalten. In Graz berichtet unsere KURIER-Redakteurin, dass bereits teilweise um 21.30 Uhr die letzte Runde an Getränken aufgenommen wurde, aber auch zeitgleich abkassiert wurde.

Wilder ginge es dagegen sowohl in Klagenfurt als auch in Innsbruck zu:

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