Für die Skigebiete werden in der kommenden Woche wieder ausgiebige Schneefälle erwartet.

© APA/BARBARA GINDL

Wetter
02/07/2014

Die nächste Schneefront ist im Anmarsch

Bundesheer zieht aus dem Lesachtal ab. Staus wegen Urlauberwechsel. Kommende Woche wieder Schneefälle erwartet.

Kärnten erholt sich langsam von der angespannten Wetterlage der vergangenen Tage. Mittlerweile konnte das Bundesheer abgezogen werden, die meisten öffentlichen Gebäude im Lesachtal sind wieder vom Schnee befreit, auch die öffentlichen Plätze und Straßen wurden gesichert, meldete das Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor.

Freitag früh waren noch 100 Haushalte im Gail- und Rosental ohne Stromversorgung, abgelegene Bauernhöfe wurden mit Notstromaggregaten versorgt, die Feuerwehrleute unterstützten auch die Monteure des Energieversorgers Kelag, die vor allem in den Ortschaften Birnbaum und Liesing noch immer mit dem Reparieren von Stromleitungen beschäftigt waren.

Am Donnerstag wurden an der Tauernbahnstrecke und im Lesachtal Sprengungen durchgeführt, auch hier ist die Gefahr nach einer Woche gebannt.

Auch seit einer Woche unpassierbar gewesene Straße ins Kärntner Lesachtal ist wieder für den Verkehr geöffnet. Damit ist das Lesachtal wieder von Kärnten und von Osttirol aus problemlos erreichbar, berichtet der ÖAMTC. Loibl- und Wurzenpass in Richtung Slowenien und der Plöckenpass in Richtung Italien sind weiterhin gesperrt, hier will man abwarten, wie viel Neuschnee am Wochenende wieder dazukommt.

Urlauber-Schichtwechsel bringt Staus

Für die Schüler im Gail- und Lesachtal hieß es am Freitagmorgen früh aufstehen, alle Schulen waren wieder geöffnet, damit die Kinder ihre Zeugnisse abholen konnten. Am Wochenende beginnen in Salzburg, Kärnten, Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland nämlich die Semesterferien, während sie in Wien und Niederösterreich enden.

Der ÖAMTC warnt daher im Vorfeld schon vor erhöhter Staugefahr. Vor allem in Westösterreich ist mit lebhaftem Verkehr zu rechnen. Da Reisende in den Skiurlaub bzw. nach Hause aufbrechen, wird es auf den Hauptverbindungen in Westösterreich sowie auf den Zufahrten in Skigebiete zu Kolonnen und abschnittsweisen Verzögerungen kommen. Laut Erfahrungen des ÖAMTC bilden sich die längsten Staus zwischen 9.00 und 15.00 Uhr.

Erwartete Hauptstaupunkte sind die Rheintalautobahn (A14) im Bereich Bludenz, die Inntalautobahn (A12) im Raum Kufstein sowie die Tauernautobahn (A10) bei Bischofshofen.

Auch beim grenzüberschreitenden Verkehr rechnet der ÖAMTC mit Behinderungen. So könnten die Verbindung über das Kleine Deutsche Eck (B178) zwischen Lofer und Bad Reichenhall in Bayern sowie die Gasteiner Straße (B167) im gesamten Verlauf überlastet sein. Auf den Autobahnverbindungen zwischen Kufstein und Rosenheim (A93) und zwischen Salzburg und München (A8) ist ebenfalls mit Kolonnen und Staus zu rechnen.

Die Zugverbindungen im südlichsten Bundesland laufen mit Ausnahme der Strecke zwischen Villach und Rosenbach allesamt wieder planmäßig,

Erneut Regen und Schnee

Laut Wetterdienst UBIMET sieht es in den Niederungen in den Ferien nicht nach Winterwetter aus. „Die kommende Woche bringt aus heutiger Sicht sehr wechselhaftes Wetter“, sagt Meteorologe Thomas Rinderer. „Föhnige Phasen wechseln sich mit Kaltfronten ab, abgesehen von Oberkärnten und Osttirol handelt es sich in den Niederungen aber meist um Regen. Am ehesten können sich am Mittwoch ein paar Flocken bis in tiefe Lagen verirren“, so Rinderer.

Tief winterlich zeigt sich die Landschaft hingegen im Südwesten. „Aber auch an der Alpennordseite liegt in den Skigebieten oberhalb von rund 1200 m ausreichend Schnee und in der nächsten Woche kommt immer wieder etwas Neuschnee hinzu“, prognostiziert der Wetterexperte. „Von Fahrten abseits der Piste muss aber dringend abgeraten werden. Verbreitet herrscht erhebliche Lawinengefahr, in Teilen Kärntens ist sie sogar sehr hoch.“

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Nach Eis-Chaos nun Hochwasser befürchtet

Nach dem Eis-Chaos, das Slowenien seit einer Woche im Griff hält, hat Tauwetter eingesetzt. Das trägt zwar zur allmählichen Entspannung der Situation bei, doch es birgt auch Gefahren für die Helfer. Zudem drohen nun Überschwemmungen, vor allem im Westen sind für die kommenden Tage stärkere Niederschläge angekündigt. Die Stromversorgung konnte in vielen Teilen des Landes weitgehend wiederhergestellt werden.

Vor allem im Nordosten des Landes hat sich die Lage in Sachen Elektrizitätsversorgung verbessert. Dort waren am Freitag noch insgesamt 2.500 Haushalte ohne Strom. In dem am meisten betroffenen Süd- und Nordwesten gab es noch größere Probleme, da dort auch Hochspannungsmasten stark beschädigt sind. Am Freitag waren in der Region noch mehr als 17.000 Haushalte ohne Strom.

Die Energieversorger hoffen, am Wochenende die Hochspannungsleitungen nach Logatec und Cerknica zu reparieren, auch zumindest Teile von Postojna sollten wieder mit Elektrizität versorgt werden. "Wenn alles gut läuft", schränkten die Energieversorger bei ihren Ankündigungen allerdings ein. Wärmeres Wetter erleichtert zwar die Reparaturarbeiten, doch beim Auftauen entstehen immer wieder neue Schäden. Sorgen bereitet auch der prognostizierte starke Wind.

Aufräumen mit Hilfe aus Österreich

Die Stromversorgung hängt weiterhin von Notstromaggregaten ab, Österreich hat ursprünglich mit 27 Aggregaten ausgeholfen. Am Donnerstag schickte das Rote Kreuz 15 weitere von Wien nach Idrija und in die Region Zuzemberk, mit denen insgesamt 75 Haushalte versorgt werden können. Zehn Mann der Wiener Berufsfeuerwehr brachten am Freitag fünf weitere zunächst nach Ljubljana. Sie können 2.500 Haushalte mit Elektrizität versorgen.

Nach Schätzungen der slowenischen Katastrophenschutzbehörde würde man zusätzlich 150 leistungsstarke Aggregate und noch 475 kleinere brauchen. Die Regierung stellte am Donnerstag 150.000 Euro zur Anschaffung von Generatoren zur Verfügung.

Unterdessen laufen im ganzen Land auch die Aufräumarbeiten weiter. Viele Straßen sind wegen umgestürzter Bäume nicht befahrbar, vor allem die Bergdörfer sind noch teilweise abgeschnitten. Der Aufenthalt in Wäldern sei lebensgefährlich, warnen die Behörden.

Gefährliches Tauwetter

Das Tauwetter vergrößert nicht nur die Gefahr für die Einsatzkräfte, sondern auch für die Bewohner. Augenzeugen berichteten, sie hätten sich auf den Straßen von Postojna ohne Helm nicht sicher gefühlt. Der Blick auf die zerstörten Bäume in der Stadt sei niederschmetternd.

Probleme gibt es auch mit dem Trinkwasser, in Postojna muss es vor Gebrauch abgekocht werden, anderswo ist die gesamte Versorgung wegen der Stromausfälle gestört. Damit sich die Menschen aufwärmen und warme Mahlzeiten bekommen können, wurden in Postojna und Cerknica Krisenzentren eingerichtet.

Entspannung bei der Bahn

Gute Neuigkeiten kamen unterdessen von der slowenischen Bahngesellschaft: Am Donnerstag konnten die Einsatzkräfte die Strecke zwischen Ljubljana und Koper von den Vereisungen befreien, nach fast einer Woche Unterbrechung fuhr am Abend die erste Diesellokomotive zum Hafen Koper, wo sich bereits tausende Container stapelten. Personenzüge werden in Richtung Küste erst dann wieder fahren können, wenn das Stromnetz wiederhergestellt wird, was mehrere Monate dauern dürfte.

Eisschicht überzieht Slowenien:

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