© APA/BARBARA GINDL

Chronik Österreich
03/01/2020

Der Februar war viel zu warm, jetzt kommt noch einmal Schnee

Die kommende Woche wird wechselhaft, der zu Ende gehende Winter war aber der zweitwärmste der Messgeschichte.

von Matthias Nagl

Frühlingsboten im Flachland, grünbraune Wiesen neben den Skipisten. Dass der zu Ende gehende Winter deutlich zu warm war, ist offensichtlich. Großen Anteil am nächsten Extremwinter – zur Erinnerung, der letzte Winter brachte vielerorts Rekordschneemengen – hatte ein viel zu warmer Februar.

Im Durchschnitt lagen die Temperaturen im vergangenen Monat um 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel (1981 bis 2010). In Teilen Niederösterreichs lagen die Temperaturen sogar sechs Grad über dem Februar-Durchschnitt. Der Grund dafür: „Es gab eine dynamische Westlage mit zahlreichen Sturmtiefs“, erklärt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale.

++ HANDOUT ++ STEIERMARK: SCHÄDEN NACH STURM

Rekordzahl an Blitzen

Die Stürme Petra, Sabine, Yulia und Bianca sorgten vor allem im Norden und Osten für Probleme und brachten überdurchschnittlich große Regenmengen. Im Süden fiel der Februar wie schon der Jänner dagegen deutlich zu trocken aus. Ebenfalls bemerkenswert: Mit 1.463 Blitzen gab es einen neuen Februar-Höchstwert seit Messbeginn vor 13 Jahren.

Nicht nur der Februar, sondern der ganzen Winter reiht sich damit in einen Trend ein. „Deutlich zu kalte Winter waren in den vergangenen 50 Jahren die Ausnahme, die meisten Winter waren überdurchschnittlich warm“, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Wechselhafte Woche

Um 2,7 Grad lag die Durchschnittstemperatur von Dezember bis Februar über dem vieljährigen Mittel. Das ist der zweitwärmste Winter hinter jenem aus den Jahren 2006/07. In Salzburg und Innsbruck gab es keinen einzigen Tag, an dem die Temperatur unter null Grad blieb. Im Durchschnitt sind es in Innsbruck 13 und in Salzburg 16 Tage. In Bregenz, Linz, St. Pölten, Graz und Wien gab es einen Minusrekord an Tagen mit geschlossener Schneedecke.

Die kommende Woche bringt zumindest keine Wetterextreme. Es wird wechselhaft, und oberhalb von 800 Metern kann etwas Neuschnee zusammenkommen. Der Montag verläuft noch teilweise sonnig und mild, bevor es wieder zuzieht. Am Dienstag kommen Regen und Schnee, wobei es vor allem im Süden und Westen stärkeren Niederschläge geben soll. Die Schneefallgrenze liegt von West nach Südost zwischen tiefen Lagen und 1200 Metern. Auch die restliche Woche wird wechselhaft.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.