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Chronik Österreich
07/15/2021

Das Wochenende wird in ganz Österreich regnerisch

Es ist aber weiterhin mit milden Temperaturen zu rechnen. Der Neusiedlersee braucht dringend Niederschlag.

von Teresa Sturm

Nach einem bisher äußerst trockenen Juli, muss man am Wochenende mit Starkregen und Überflutungsgefahr in Österreich rechnen. Das prognostiziert der Wetterdienst UBIMET.

Am Freitag bleib es aber wettertechnisch noch ruhig. „Im Donauraum sowie im östlichen und südöstlichen Flachland bleibt es meist trocken und auch oft sonnig“, so Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte zwischen 26 und 30 Grad in Sicht“. Im Westen muss man bereits am Freitag mit Schauern rechnen.

Die Temperaturen bleiben zwar laut UBIMET auch am Wochenende mild, doch es gewittert im ganzen Land. Im Laufe des Samstagvormittags breitet sich ausgehend vom Burgenland kräftiger und gewittrig durchsetzter Regen nach Nordwesten aus. „Tagsüber sowie auch am Sonntag muss man dann fast im ganzen Land mit schauerartigem Regen und eingebetteten Gewittern rechnen“ so Spatzierer.

Trocken bleibt es am ehesten noch in Osttirol über Kärnten bis in den Lungau.“ Aber auch dort seien laut Meteorologen von UBIMET Schauer möglich. Im Osten ist auch Hagel möglich.

Auch zu Wochenbeginn ist noch nicht mit Badewetter zu rechnen. Regenschauer soll es aber nur noch im Norden des Landes geben.

Neusiedler See braucht Regen

Der Regen, der am Wochenende fallen soll, ist für den Neusiedler See und die Lacken im Seewinkel unbedingt notwendig. Denn die bisher gefallenen Schauer waren zu wenig, sagt Christian Sailer vom Hauptreferat Wasserwirtschaft im Burgenland: "Die Verdunstung greift noch".

Der Wasserstand beträgt aktuell 115,24 Meter über Adria, bleibt es weiter so heiß und regenarm, rechnet Sailer im September mit einem historischen Tiefstwert.

Die Trockenheit hält an, die hohen Temperaturen und der Wind führen dazu, dass das Wasser des Sees und der Lacken verdunstet. "Das war kein ausgiebiger Regen, die Lösung wäre Niederschlag, damit sich der Neusiedler See und die Lacken und auch der Grundwasserspiegel erholen", meinte Sailer. Die weitere Entwicklung sei damit offen.

Trotz Regens ist der mittlere Wasserstand am See von 115,25 noch gefallen auf derzeit 115,24 Meter über Adria. Der tiefste Wasserstand seit 1965 wurde im September 2003 mit 115,05 Meter über Adria gemessen. Der tiefste an einem 14. Juli gemessene Wert betrug 2002 115,23. "Das zeigt, wir kratzen aktuell an der untersten Linie. Im September könnte der Wert noch weiter unten sein", meinte Sailer. Der höchste mittlere Wasserstand wurde am 26. Mai 1996 mit 115,98 gemessen. "Das System reagiert sehr rasch auf Wetterereignisse, Regen schlägt sich eins zu eins nieder." Folgt darauf allerdings gleich die nächste heiße Phase, ist die Verdunstung wieder voll in Gange, so Sailer.

Abkühlung

Die Wassertemperatur des Neusiedler Sees betrug Donnerstagfrüh an der Messstation in Rust 22,9 Grad. Sailer führt dies auf die nächtliche Abkühlung und die Durchmischung durch den Wind zurück. Tagsüber erreicht der See eine Temperatur von rund 25 Grad.

Komplett trocken war Ende Juni schon der Obere Stinkersee, nun ist es auch die Lange Lacke. Der Grundwasserspiegel ist im Sommer ohnehin zu niedrig - um die Lacken zu füllen, brauche es Niederschlag. Sailer rechnet daher mit weiteren Austrocknungen.

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