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Chronik Österreich
04/16/2020

Copa Cagrana: Neueröffnung im Mai, ohne große Feier

Trotz aller Probleme soll der Zeitplan für die Eröffnung halten, damit die Wiener Strandgefühle bekommen können.

von Dominik Schreiber, Kid Möchel

Aus den halb verrotteten Lokalen ist längst ein Schmuckstück geworden. Doch noch ist der Copa Beach nicht fertig, der wichtigste Bauteil ist derzeit an der Reihe. Vor vier Wochen gab es dann einen jähen Baustopp.

Unter strengen Corona-Auflagen werden momentan aber doch noch die letzten Umbauarbeiten erledigt. „Es wird sozusagen am Feinschliff der auf 500 Meter komplett neu gestalteten Waterfront bei der Reichsbrücke gearbeitet“, heißt es aus dem Büro der zuständigen Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Mitte Mai sollten die Grünflächen zur Verfügung stehen: „Wir wollen auch in diesen herausfordernden Zeiten den Zeitplan einhalten und den Copa-Beach weiter attraktivieren“, sagt Sima zum KURIER. „Prioritär sind für uns immer Freiflächen, an denen nicht konsumiert werden muss. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern setzt Wien seit vielen Jahren auf kostenlos zugängliche Flächen am Wasser, und die weitere Gestaltung des Copa-Beach mit noch mehr Grünflächen ist ein wesentlicher Beitrag dazu.“

20 Prozent mehr Grün

Die großen Umbauarbeiten an der ehemaligen Copa Cagrana erfolgten in den vergangenen drei Jahren. Heuer kommt noch um 20 Prozent mehr Grün dazu, heißt es. Über den Winter wurden außerdem neue Lagerräume errichtet, die auf der dem Wasser zugewandten Seite mit Erde zugeschüttet wurden und in Kürze hinter einer grünen Rasenwand „verschwinden“. Derzeit wirken sie eher wie die Berliner Mauer im Kleinformat.

Im März wurden außerdem vier große Bäume gepflanzt, zu Saisonbeginn kommen weitere acht Bäume in Trögen auf die Fläche. Dazu werden mediterrane Pflanzen (wie Oliven und Oleander) wieder aus dem Winterdomizil auf den Copa-Beach gebracht. Bis Mitte Mai werden noch weitere Flächen begrünt. An den Wegenden wurden Hochgräser gesetzt.

Für die Sommermonate kommen Cooling-Spots wie Sprühschläuche oder die sogenannten „Sommerspritzer“, also Sprühnebelduschen. Wann die Gastronomie aufsperren kann, ist noch offen und hängt von den Vorgaben der Bundesregierung ab, wird in Simas Büro betont.

Auch der Skaterpark bei der Reichsbrücke wird dieser Tage fertiggestellt. Wann dieser erstmals genützt werden darf, hängt ebenfalls von der Bundesregierung ab – derzeit sind in Wien alle Spiel- und Sportplätze coronabedingt geschlossen.

Party fällt aus

Ende Mai soll also alles fertig sein. Der einzige Wermutstropfen: „Wegen Opening sind wir noch am Überlegen, wie wir tun. Party wird es wohl keine geben können“, sagt eine Sprecherin von Ulli Sima.

Auch die Vergabe der Gastro-Lizenzen ist noch nicht abgeschlossen – deshalb ist noch unklar, an wen die beliebten Container vergeben werden. Das beliebte Figar dürfte aber wieder Fixstarter sein.

Weiterhin ungeklärt ist der Rechtsstreit mit dem Fahrradhändler, der mitten im Umbaugebiet ist und auf seinen Vertrag pocht. Er hat am Dienstag seine Werkstatt wieder geöffnet. Möglicherweise könnte es hier einen längeren Rechtsstreit geben. Vor allem geht es darum, ob der Fahrradhändler beim Umzug erneut einen unbefristeten Vertrag erhält. Er fordert das, die Stadt will das unbedingt vermeiden.

Nicht entschieden ist auch, ob der vormalige Generalpächter Norbert W. wegen angeblicher Steuerhinterziehung ins Gefängnis muss. Sein Prozess musste wegen der Coronakrise verschoben werden.

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