Chronik | Wien
17.01.2018

Millionenumbau der Copa Cagrana gestartet

Seit Dienstag läuft der große Umbau, er wird vier Jahre dauern.

Am Dienstag, zeitig in der Früh, geschah auf der Copa Cagrana etwas ungewöhnliches: Die Bagger rollten an und begannen mit dem Umbau. Dennoch war weit und breit kein Politiker bei diesem Spatenstich zu sehen. Nur drei Bauarbeiter schautenwild gestikulierend zu, als die Maschine das erste Loch in den Boden schlug.

Dabei ist die Neugestaltung des Areals – das nun etwas moderner Copa Beach heißt – ein Großprojekt. Rund zehn Millionen Euro nimmt die Stadt in die Hand, um den Umbau zu finanzieren. Dazu kommt noch eine weitere Million Euro, die als Folgekosten des Desasters um den Generalpächter übrig bleiben. Vor sieben Jahren nahm die damalige Stadträtin Ulli Sima den Fehdehandschuh auf und kämpfte mit harten Bandagen gegen den Altpächter. Dieser konnte am Ende nicht einmal mehr die Insolvenzkosten seiner Firma bezahlen.

Zuletzt wurde die neue Copa zu einem echten Erfolgsprojekt, die vergangene war die beste Saison seit 20 Jahren. Vor allem die Betreiber der Bobo-Lokale rund um die Mariahilferstraße reißen sich mittlerweile um die freien Plätze für die Gastronomiestände. Auch die Gäste zeigten sich begeistert, nur das um vier Millionen Euro errichtete Restaurant für das griechische Lokal scheidet bis heute die Geister. Das Rembetiko ist auch im Winter stets geöffnet, viele Besucher sind hier allerdings nicht anzutreffen.

Fertigstellung 2021

Ab sofort wird jeden Winter auf der Copa Cagrana gebaut, es gibt vier unterschiedliche Baulose. 2021 könnte die Copa fertig sein, hofft man im Rathaus. Zunächst wird der zentrale Platz umgebaut, auf der Höhe stand einst der umstrittene Fight-Club, in der vergangenen Saison standen hier Dutzende Sonnenstühle für Freunde des Sonnenuntergans. Vorerst wird es auch für Radfahrer schwierig, die Bauzöne zu umfahren.

Doch ab Mai soll die Baustelle wieder geräumt sein, das zentrale Baulos eins ist dann fertig gestellt. Auch künftig wird es Arbeiten nur während der Winterpause geben, kündigt der Projektverantwortliche, Martin Jank, an. Weitere Details dazu will Stadträtin Sima kommende Woche in einer Pressekonferenz bekannt geben.