Commerzialbank: Ex-Aufsichtsratschef und Vize nun Beschuldigte

Commerzialbank: Ex-Aufsichtsratschef und Vize nun Beschuldigte
Das Ermittlungsverfahren dreht sich mittlerweile auch um Millionenkredite, die an marode Firmen vergeben wurden. Das sagen die Beschuldigten.

 In das Ermittlungsverfahren rund um die Malversationen bei der Commerzialbank Mattersburg kommt erneut Bewegung. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat die Riege der Beschuldigten ausgeweitet. Neu auf der Liste sind der Landwirt Josef Giefing, früher Aufsichtsratsvorsitzender der Skandalbank und und der Gastwirt Wilhelm Grafl, sein ehemaliger Stellvertreter. Beide saßen auch im wichtigen Kreditausschuss der Commerzialbank.

„Aufgrund der vorliegenden Beweisergebnisse“ sollen sie „Mittäter“ der ehemaligen Bankvorstände Martin Pucher und Franziska Klikovits sein. Konkret wird ihnen vorgeworfen, bei der Vergabe „von wirtschaftlich nicht vertretbaren und nicht hinreichend besicherten Krediten“ in einem Gesamtausmaß von mehreren Millionen Euro mitgewirkt zu haben. Dabei dürfte die Bank in zweistelliger Millionenhöhe geschädigt worden sein.

Nutznießer dieser Kreditvergaben waren angeschlagene Unternehmen, darunter der Zimmerei-Betrieb Zimmermann plus eine Schwesterfirma, der Fassadenbauer Stangl, die Tischlerei A., die Möbelwerkstätte Aleca, der bankeigene Gastronomiebetrieb Florianihof und das Waren-Handelsfirma Schappelwein. Angeblicher Tatzeitraum: „Von spätestens 2013 bis 2020“.

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