© Privat

Chronik Österreich
07/21/2022

Absplitterung von MFG: Neue Partei präsentiert sich in Kärnten

Von "VISION Österreich" wird es Landesorganisationen in Kärnten, Tirol und der Steiermark geben.

von Anja Kröll

Rechtsanwalt Alexander Todor-Kostic war bisher vor allem ein in Kärnten bekannter Name. Als Anwalt und als ehemaliger Landessprecher der MFG Kärnten (Menschen, Freiheit, Grundrechte). Doch dann zerstritt sich Todor-Kostic mit der Impfgegner-Partei, es folgten gegenseitige Anschuldigungen und schließlich die Ankündigung: Es wird eine eigene Bundespartei gegründet.

Wie diese aussieht, soll nun am Montag in Klagenfurt präsentiert werden. So viel ist bereits klar: Der Name lautet VISION Österreich. Landesorganisationen wird es neben Kärnten auch in Tirol und der Steiermark geben. 

Namen der Führungsmannschaft

Und auch die ersten Namen sind bereits bekannt: Bundesparteisprecher wird Todor-Kostic selbst. Ihm als Stellvertreter steht Roman Kopetzky aus Tirol zur Seite. Bundesfinanzreferent wird Robert Wasser aus der Steiermark und Bundeskoordinator Jürgen Groß aus Kärnten.

Alle weiteren Details, wie Leitbild, Struktur und Ziel sollen am Montag bekannt werden. 

Rauswurf Mitte Mai

Warum Todor-Kostic überhaupt aus der MFG ausschied? Vor der Klausurtagung der Parteispitze der MFG in Salzburg Mitte Mai, wurde Todor-Kostic vom Bundesvorstand der MFG Österreich seiner Funktion als Landessprecher in Kärnten enthoben. Die Begründung: "parteischädigendes Verhalten". 

Eine erste Klausur der VISION Österreich, damals allerdings noch namenlos, gab es am 18. und 19. Juni. Wofür die Partei stehen wolle, formulierte der Anwalt damals im Vorfeld so: "Wir stellen uns basisdemokratisch auf. Es gibt einige Bürgerbewegungen aus ganz Österreich, die sich uns anschließen wollen", sagt Todor-Kostic. Dies dürfte nun vor allem durch ehemalige MFG-Mitglieder aus Tirol und der Steiermark passiert sein. Bereits im Vorfeld war gerade aus Tirol zu vernehmen gewesen, dass es immer wieder zu Missstimmung innerhalb der Impfgegner-Partei gekommen war. 

Wofür steht Partei?

In einer Aussendung der VISION Österreich am Donnerstag hieß es: "Es gibt mittlerweile einen großen Bevölkerungsanteil, der sich von der aktuellen Politik nicht mehr vertreten fühlt. Bewusst und klar denkende Menschen, die sich auch nicht von staatlicher Seite vorschreiben lassen wollen, was sie zu denken haben. Die auch eine totale Globalisierung und einen fortschreitenden Transhumanismus ablehnen und wieder ein freies und selbstbestimmtes Leben in Eigenverantwortung leben wollen. Für diese Menschen will und wird die VISION Österreich eine neue Alternative im politischen Spektrum sein."

 

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare