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© Kurier / Juerg Christandl

Chronik Österreich
01/05/2021

Die Zahlen steigen wieder: Sind das schon die Auswirkungen der Weihnachtsfeiertage?

Von Montag auf Dienstag wurden 2.311 Neuinfektionen in Österreich registriert. Besonders im Westen zeichnet sich eine deutlich steigende 7-Tages-Inzidenz ab.

Seit elf Tagen ist Österreich zurück im harten Lockdown. Handel und Gastronomie sind geschlossen. Ab Donnerstag werden die Schüler wieder via "Distance Learning" unterrichtet. Private Treffen sind überhaupt nur sehr eingeschränkt erlaubt - nach wie vor gilt die 1+1-Regel. Grob gesagt, darf sich also ein Haushalt nur mit einer Person eines anderen Haushalts treffen. 

Eine Beruhigung der Zahlen ist aber noch nicht eingetreten. Im Gegenteil. Nachdem in den vergangenen vier Tagen deutlich unter 2.000 Neuinfektionen in Österreich registriert wurden, meldete das Innenministerium von Montag auf Dienstag wieder 2.311 Neuinfektionen. Der 7-Tages-Schnitt liegt zwar seit Mitte Dezember konstant bei rund 2.000 - ist zuletzt aber wieder leicht gestiegen. 

Besonders in Salzburg - und hier vor allem im Tennengau und dem Lungau stiegen die Zahlen zuletzt wieder rasant an. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Grund für den neuerlichen Anstieg könnte die Ausnahmeregelungen für Weihnachten sein. Sechs Kinder und sechs Erwachsene durften sich am 24. und 25. Dezember zum gemeinsamen Feiern treffen. Jetzt, 13 Tage danach, dürften sich mögliche Infektionen langsam in den aktuellen Zahlen abbilden. 10 bis 15 Tage, so die Faustregel, dauert es nämlich ehe eine mögliche Infektion auch im Meldesystem abgebildet wird. 

    Neuinfektionen: Die aktuellen Zahlen in den Bundesländern

    • Oberösterreich: 274
    • Niederösterreich: 291
    • Steiermark: 645
    • Salzburg: 213
    • Vorarlberg: 174
    • Wien: 222
    • Kärnten: 137
    • Tirol: 266
    • Burgenland: 89
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    Aktuelle Entwicklungen

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    • Starker Anstieg: Johnson verhängt Lockdown (mehr dazu)
    • Wie ein Virologe die Situation jetzt einschätzt (mehr dazu)
    • Italien: Immer mehr Jugendliche brechen Schule ab (mehr dazu)
    • New York will Strafen für Krankenhäuser bei Impf-Verzögerung (mehr)
    • Politologin: Nein zu Freitesten ersparte Regierung Blamage (mehr dazu)
    • Das sind die Bezirke mit der höchsten 7-Tages-Inzidenz (mehr dazu)
    • Wirtschaftskammer drängt auf Ausbau der Tests (mehr dazu)
    • Britische und südafrikanische Virusmutation in Österreich nachgewiesen (mehr)
    • Kein Freitesten: Lockdown um eine Woche verlängert (mehr dazu)
      • Schulen sperren trotzdem am 18. Jänner auf (mehr dazu)

    Hospitalisierungen in Österreich

    Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen sind vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

    Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

      Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene. Klicken Sie auf den Pfeil, um den Verlauf des Infektionsgeschehens seit Ende Februar verfolgen zu können. 

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      Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

      In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

      Todesfälle in Österreich

      Österreichweit sind 6.457 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben.

      Corona-Hotspots in Österreich

      Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

      Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

      Testungen und Anteil positiver Tests

      Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

      Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

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      Internationaler Vergleich

      Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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