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Chronik Österreich
04/30/2021

Erstmals über 100.000 Tests an einem Tag

Aktuelle Corona-Zahlen im Überblick: 2.131 Corona-Neuinfektionen in Österreich. Zudem gibt es 26 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Auch am letzten Apriltag befinden sich die Infektionszahlen weiter auf hohem Niveau. In den vergangenen 24 Stunden gab es in Österreich 2.131 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das liegt über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 2.007 Neuinfektionen pro Tag. Außerdem wurden 26 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Bisher gab es in Österreich 618.870 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (30. April 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 10.205 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 584.777 wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.673 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 501 auf Intensivstationen betreut.

Die positive Nachricht: Erstmals wurden in Österreich über 100.000 Tests innerhalb von 24 Stunden durchgeführt. Konkret wurden 108.849 PCR-Tests gemacht, die Positivrate lag im 7-Tages-Schnitt bei 2,92 Prozent. 

Regionale Schieflage

Insgesamt wurden 303.180 PCR- und Antigen-Tests eingemeldet. Allerdings gibt es hier eine deutliche regionale Schieflage. Nur rund jeder fünfte PCR-Test wird nicht in der Bundeshauptstadt registriert, im Burgenland und in Kärnten wurden in den vergangenen 24 Stunden jeweils deutlich weniger als 1.000 PCR-Tests abgegeben. 

Vorarlberg mit höchster Inzidenz

Die Sieben-Tages-Inzidenz - Fälle pro 100.000 Einwohner und Tag im Schnitt der vergangenen sieben Tage - lag österreichweit 157,8, mit großen regionalen Unterschieden und dem Sorgenkind Vorarlberg. Das westlichste Bundesland war mit 240,7 (Vortag 243,7) weiterhin das mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz, gefolgt von Salzburg (176,9), Steiermark (175,9) und Tirol (172). Dann kamen Wien (154,9), Kärnten (154,6), Niederösterreich (119,5) und das Burgenland (91).

Die Zahl der aktiv Infizierten ging am Freitag um 97 gegenüber Donnerstag zurück und liegt nun bei 23.888. Seit Beginn der Pandemie sind 584.777 Menschen von einer Corona-Infektion genesen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden galten 2.202 Patienten als wieder gesund.

Todesfälle über Schnitt

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erhöhte sich in den vergangenen 24 Stunden um 26, deutlich über dem Sieben-Tagesschnitt von 21,4 Coronatoten pro Tag. Im Verlauf der vergangenen Woche wurden 150 Todesfälle in Österreich registriert. Seit Beginn der Pandemie starben 10.205 an oder mit Covid-19.

Die Zahl der Krankenhauspatienten sinkt nur langsam. 1.673 Menschen befanden sich im Spital wegen einer Covid-19-Erkrankung, um 59 weniger als am Donnerstag. 501 von ihnen befanden sich auf einer Intensivstation, ein Rückgang um acht gegenüber Donnerstag. In den vergangenen sieben Tagen sank die Zahl der Intensivpatienten um 16.

Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 45

Kärnten: 137

Niederösterreich: 258

Oberösterreich: 356

Salzburg: 97

Steiermark: 383

Tirol: 200

Vorarlberg: 154

Wien: 501

Aktuelle Entwicklungen

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  • Weltweit mehr als 150 Millionen Corona-Infektionen (mehr dazu)
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  • Ampel: Vorarlberg bleibt Österreichs Corona-Hotspot (mehr dazu)

Neue Fälle nach Alter

Während in der ersten und zweiten Welle vor allem ältere Menschen betroffen waren, wurden in der dritten Welle auch viele Jugendliche infiziert. Das liegt zum einen in einer massiven Ausweitung der Testungen - seit Februar werden Österreichs Schüler via Antigen-Test auf das Coronavirus getestet. 

Und zum anderen an der weiten Verbreitung der britischen Virusvariante, die deutlich ansteckender ist. 

Zur Grafik: Klicken Sie auf die einzelnen Altersgruppen, um sie ein- und auszublenden.

Impfstatus in Österreich und international

Seit 27. Dezember wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen gelten vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

Wie die Bettenkapazitäten in Spitälern in den einzelnen Bundesländern aussieht, das zeigt die folgende Grafik. 

    Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

    Todesfälle in Österreich

    Corona-Hotspots in Österreich

    Folgende Grafik zeigt täglich die neuen Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner - gereiht nach Bezirk. 

    Anmerkung: Bei Bezirken unter 100.000 Einwohnern sind die Fälle statistisch hochgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die in dieser Kategorie angegebenen Neuinfektionen müssen also nicht den tatsächlichen Fällen entsprechen. 

    Testungen und Anteil positiver Tests

    Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

    Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

    Internationaler Vergleich

    Acht Monate nach Beginn der weltweiten Corona-Pandemie findet sich Österreich im weltweiten Spitzenfeld des Infektions-Geschehens wieder.

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