Chronik | Niederösterreich
19.01.2018

Semmering in Nöten: Konkursantrag der Krankenkasse

Das Skigebiet ist weiter in Turbulenzen, der Betreiber gibt sich wortkarg.

Das Skigebiet Semmering kommt derzeit nicht heraus aus den Turbulenzen. Nach Zwangspause und defekter Gondelbahn gibt es nun auch noch einen Konkursantrag der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse beim Landesgericht Wiener Neustadt gegen die Panhans-Holding – die ukrainisch geführte Mutterfirma des Zauberbergs und mehrerer Hotels im Skigebiet.

Das bestätigte auch Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform auf Anfrage dem KURIER. Die Höhe der Verbindlichkeiten ist nicht bekannt, auch ob es weitere Gläubiger gibt.

Vier Wochen Zeit

Investor Viktor Babuschak gibt sich wortkarg: "Ich sage dazu nichts, speziell gegenüber dem KURIER". Dieser hatte zuletzt über Pannen auf dem beliebten Hausberg der Wiener berichtet. Das Land Niederösterreich wollte die Ski-Anlagen pachten, scheiterte aber mit diesen Plänen an dem Eigentümer.

Intern informierte Babuschak offenbar am Freitag mehrere Tourismusbetreiber am Semmering in einem Meeting. Er sprach allerdings laut einem Insider davon, dass es nur einen Konkursantrag gegen eine Tochterfirma gibt. Die Höhe soll sich demnach in einem Bereich bewegen, der bezahlbar sei. In den nächsten vier Wochen soll nun entschieden werden, ob tatsächlich ein Insolvenzverfahren über Panhans eröffnet wird.