Wohnanlage in der Ybbser Trewaldstraße soll 2023 beziehbar sein

© Baukultur Pöchhacker

Chronik Niederösterreich
05/17/2021

Raiffeisenbank investiert lieber in Bauprojekte als in den Finanzmarkt

Regionale Großbank Raiffeisenbank Region Amstetten errichtet neue Wohnanlage in Ybbs und baut Filiale aus – mehr Projekte in Mostviertler Orten

von Wolfgang Atzenhofer

Als Investor und Immobilen- und Wohnbauentwickler will sich die Raiffeisenbank Region Amstetten in Westniederösterreich ein weiteres Standbein aufbauen. Nach einem kürzlich für Amstetten präsentierten 15 Millionen Euro teuren Business- und Kundencenter wird nun auch in Ybbs gebaut. Die Bank wird dort unter anderem einen Neubau mit 25 Wohneinheiten um 6,4 Millionen Euro errichten.

Mit 20.000 Genossenschaftern im Rücken und 18 Bankfilialen zwischen St. Valentin und dem südlichen Waldviertel ist die Bank ein regionaler Platzhirsch. In den vergangenen 14 Jahren wurde die Bilanzsumme durch mehrere Fusionen auf über 1,6 Milliarden Euro verdoppelt. „Dem Auftrag der Generalversammlung, mit dem Kapital Mehrwert in den Gemeinden der Region zu schaffen, werden wir nachkommen“, kündigte Obmann Hans Luger an. Gleichzeitig wolle man auch die wichtige Eigenkapitalquote, die derzeit zwischen 18 und 19 Prozent liegt, absichern und ausbauen, sagte Direktor Andreas Weber.

Anlagekapital

Das Bankkapital soll jetzt nicht am schlecht verzinsten Finanzmarkt, sondern in der Region angelegt werden. In Ybbs will man auch die eigene Bankstelle zukunftsfit machen. Mit einer Summe von 660.000 Euro wird die Großfiliale zum Kompetenzzentrum ausgebaut. Parkplätze, eine moderne SB-Zone und ein moderner Safe, der bei Kunden immer mehr gefragt sei, sollen errichtet werden, berichtet Weber.

Zu einem Vorzeigeprojekt will man das geplante Wohnobjekt in der Trewaldstraße im Ybbser Sport- und Freizeitviertel machen. Dort haben die künftigen Bauherrn das Areal eines alten Gasthauses und eine Tennisanlage gekauft. Die drei Tennisplätze werden nicht eliminiert, sondern nur verlegt, versichern die Raiffeisenmanager. Die in den Hang gebaute Anlage auf fünf Ebenen bietet neun Singlewohnungen zwischen 38 und 54 Quadratmetern, mehrheitlich mittelgroße Einheiten, aber auch vier große Wohnungen bis zu 110 m².

Mit 430 Betrieben sei Ybbs eine Einpendlerstadt, ist Bürgermeisterin Ulrike Schachner (SPÖ) froh, dass im betreffenden Stadtteil der „Dornröschenschlaf“ beendet wird. Das Projekt schafft zudem direkte Arbeitsplätze, weil den Bau die Ybbser Baufirma Pöchhacker errichten wird.

Ähnliche zentrumsnahe Bauten plane man noch in etlichen Orten, wie zum Beispiel in Haag oder St. Valentin, so Obmann Luger.

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