Ennsdorfs Ortschef Lachmayr,  sein Vize Forstenlechner und Vizebürgermeister Deleja-Hotko aus Enns (v.l.)

© Gemeinde Ennsdorf

Chronik Niederösterreich
07/31/2021

Gemeinden wollen Lkw aus ihren Ortszentren verbannen

Umfahrung der Grenzorte Ennsdorf und Enns ist nicht leistungsfähig genug

von Wolfgang Atzenhofer

Die Verkehrssituation im Enns-Donauwinkel zwischen Nieder- und Oberösterreich sorgt weiter für Unruhe. Im Zuge der Planungen der neuen zweiten Donaubrücke bei Mauthausen kam es bereits zu Straßenblockaden und einem Protestmarsch. Weil das Gesamtgefüge in der Abwicklung des Verkehrs nicht passt, machen die Gemeinden Enns (OÖ) und Ennsdorf (NÖ) nun wieder gegen die hohe Lkw-Belastung in ihren Ortszentren mobil. Sie fordern von beiden Landesregierungen die Verhängung eines Lkw-Fahrverbots.

500 Lastkraftwagen

Über 500 Laster queren derzeit trotz bestehender Umfahrungsstraßen pro Tag die Orte. „Es wurde mit viel Steuergeld eine Umfahrung errichtet. Daher soll diese auch den Zweck erfüllen und die Ortsgebiete vom Lkw-Durchzugsverkehr entlasten“, begründen der Ennser Vizebürgermeister Christian Deleja-Hotko (SPÖ) und der Ennsdorfer Gemeindechef Daniel Lachmayr die Anträge bei den Landesregierungen. Von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Amstetten und der Straßenbehörde in St. Pölten sei ihm eine Verkehrsverhandlung zugesichert worden, berichtet Lachmayr. Allzu optimistisch zeigt sich der Bürgermeister allerdings nicht. Seit 2011 versucht Ennsdorf, der Last durch den Schwerverkehr Herr zu werden, die 2007 eröffnete B1-Umfahrung stellte sich als zu schwach heraus. „Das war auch der Grund, warum wir bisher bei zwei Verkehrsverhandlungen für ein Lkw-Fahrverbot durchgefallen sind. Die bestehenden Verkehrsknoten an der Umfahrung sind für die Lkw-Belastung nicht leistungsfähig genug und müssten umgebaut werden“, erklärt der Ortschef die Problematik.

Auf der anderen Ebene kämpfen die Gemeinde und eine Bürgerplattform gegen die vom Land NÖ geplante Anbindungstrasse an die neue Donaubrücke, die in den nächsten Jahren errichtet werden muss. Zahlreiche Stellungnahmen gegen die Trassenverordnung wurden eingebracht. Nach einem Treffen mit der Bürgerplattform hat Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ) angekündigt, als Vermittler mit Landesverkehrsreferent Ludwig Schleritzko (ÖVP) Kontakt aufnehmen zu wollen.

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