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Chronik Niederösterreich
08/15/2021

Extremsegler startet Rekordversuch: Durchs Eis und einmal um die Welt

Norbert Sedlacek Koch will alleine und nonstop die Welt umsegeln, dabei geht es auch durch Antarktis und Arktis.

von Marlene Penz

Der Extremsegler und Pionier Norbert Sedlacek Koch aus Altlengbach (NÖ) bricht heute, am 15. August, vom französischen Küstenort Les Sables-d’Olonne auf zu seinem Weltrekordversuch „Ant Arctic Lab“. Wie berichtet, will der 59-Jährige die Welt umsegeln: und zwar einhand, ohne Hilfe von außen, nonstop, über fünf Ozeane inklusive Arktischen und Antarktischen Ozean. Die Route erstreckt sich über 32.000 Seemeilen. Im besten Fall rechnet er mit einem halben Jahr auf See. Seine Vorräte reichen aber für 300 Tage. Es sind 600 Kilo bzw. 1,2 Millionen kcal Proviant, die ihn begleiten.

Klimwandel macht es möglich

Mit dem „Ant Arctic Lab“ will Sedlacek Koch aber nicht nur Rekorde brechen, sondern auch auf die Auswirkungen des Klimawandels hinweisen, „der überhaupt erst möglich macht, alle Ozeane alleine zu durchsegeln“, wie er gegenüber dem KURIER betont. Unterwegs ist der Niederösterreicher mit einer Rennjacht aus Vulkanfaser. Damit will er die Qualität des Materials unter Beweis stellen. Bei dem 18,3 Meter langen Open-60-Modell aus seiner eigenen Werft „Innovation Yachts“ wurde ausschließlich wiederverwendbares Material verbaut.

Planänderung

Bevor er heute in See sticht, musste der Segelprofi sein Vorhaben bereits zwei Mal verschieben – beide Male aufgrund der Pandemie. Beim letzten Mal, wurde nicht nur das Startdatum um ein Monat nach hinten verlegt, sondern auch die Route geändert.

Weil die Nordwestpassage durch die kanadische Regierung gesperrt bleibt, geht es nun von Les Sables-d'Olonne auf Kurs Nordwest, vorbei an den Britischen Inseln und dann weiter östlich von Island in den Hohen Norden, nach Spitzbergen, wo es mitunter gefährlich werden kann. Weil Spitzerbergen noch weiter nördlich liegt als die Nordwestpassage, sei die Eissituation dort noch herausfordernder, so Sedlacek Koch.

In der Vergangenheit musste er den Weltrekordversuch zwei Mal abbrechen – 2018 wegen technischer Schwierigkeiten, 2019 weil Starkregen das Boot schwer beschädigt hatte.

Ausgestattet mit Ersatzteilen ist er sicher, dass er es diesmal durch die mitunter gefährlichsten Gewässer des Planeten, durch Eis und Stürme schafft. Verfolgen kann man das Abenteuer unter www.ant-arctic-lab.com.

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