Schnell und mit Komplimenten überhäuft: Jorge Martin

© APA/AFP/JOE KLAMAR

Sport Motorsport
08/14/2021

Jorge Martin: Die MotoGP-Entdeckung legt einen Rekord nach

Der junge Ducati-Pilot aus Spanien brilliert auch am zweiten Rennwochenende in der Steiermark.

Da haben sich zwei gefunden: Jorge Martin und der Red-Bull-Ring im steirischen Spielberg, das ist eine Kombination der idealen Art. Erst am vergangenen Sonntag hatte der 23-jährige Spanier beim Grand Prix der Steiermark die Poleposition erobert und danach seinen ersten Sieg in der MotoGP gefeiert. Am Samstag legte der Ducati-Pilot die nächste Meisterleistung hin: Poleposition und neue Rekordrunde auf dem letzten Abdruck: 1:22,643 Minuten.

Dabei war das Wiedersehen für Jorge Martin eine höchst schmerzhafte Angelegenheit: In beiden Samstag-Trainings ging der Super-Rookie zu Boden, mit Knieschmerzen quälte er sich in die Entscheidung. Aber auch mit solchen Problemen kann der Spanier umgehen: „Unter Druck bin ich immer stark. Heute war genau einer dieser Tage. Nach dem Sturz im dritten Training war ich nicht sonderlich zuversichtlich. Im vierten haben wir dann ein paar Dinge probiert, die mir sehr gut gefallen haben.“

Serienhelden

Dass die Ducati beim Grand Prix von Österreich auf dem Red-Bull-Ring überlegen ist, davon kann die Konkurrenz seit der Rückkehr der Motorrad-WM schön langsam ein Buch schreiben.

Sieger 2016: Andrea Iannone (ITA/Ducati).

Sieger 2017: Andrea Dovizioso (ITA/Ducati).

Sieger 2018: Jorge Lorenzo (ESP/Ducati).

Sieger 2019: Andrea Dovizioso (Ducati).

Sieger 2020: Andrea Dovizioso (Ducati).

Die einzige Ausnahme ist der Grand Prix der Steiermark, den sich im vergangenen Jahr überraschend der Portugiese Miguel Oliveira auf seiner KTM geholt hat. Doch seit vergangenem Sonntag ist die Bilanz wieder geradegerückt, seit Jorge Martins Premierenerfolg in der MotoGP. In seinem erst sechsten Rennen in der höchsten Klasse. Es wird kaum der letzte bleiben.

„In Q1 war ich nervös, denn es ist immer schwierig, von dort noch in Q2 zu kommen. Alle sind so schnell. In Q2 hatte ich dann anfangs ein Bremsproblem. Ich dachte aber, dass es für die ersten zwei Reihen reichen könnte. Dass es sogar die Pole geworden ist, ist einfach unglaublich“, sagte Jorge Martin.

Und das mit gutem Grund: „In der letzten Kurve ist mir noch kein kleiner Fehler unterlaufen, und ich hatte Zweifel, ob es reichen würde. Als ich über die Linie kam, konnte ich es nicht fassen. Ich lebe einfach einen Traum. Das Bike ist unglaublich! Hoffentlich können wir morgen um das Podium kämpfen.“

Höchstes Lob

Es wäre wohl durchaus eine Überraschung, wenn es anders käme, wenn um 14 Uhr gestartet wird (live ServusTV). Am ehesten käme dafür der französische WM-Leader Fabio Quartararo in Frage, der vom zweiten Startplatz in Rennen geht.

Am Samstag haderte der Yamaha-Pilot allerdings mit Problemen beim Herausbeschleunigen aus den Kurven, „ich habe noch das Bestmögliche herausgeholt“. Für den neuen Stern am Firmament der MotoGP hat Quartararo, selbst ja erst 22 Jahre jung, nur höchstes Lob: „Er ist einfach superschnell, ich freue mich für ihn.“

Lokalmatador KTM hingegen kam einmal mehr nicht auf Touren. Nur Brad Binder schaffte es direkt ins Pole-Qualifying, Miguel Oliveira kam via Q1 auf Startplatz neun, sein südafrikanischer Teamkollege steht auf Position zehn.

Und auch für Österreichs Beitrag in der Moto3 hängen die Trauben höher, als Platz neun in der vergangenen Woche hätte erwarten lassen: Maximilian Kofler muss sich mit Startplatz 23 begnügen (11 Uhr/live ServusTV).

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