Gute Wirtschaftsdaten motivieren ÖVP-Regierungsteam in NÖ für die Herbstarbeit, große Euphorie kommt wegen der Pandemie aber nicht auf

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Chronik Niederösterreich
09/08/2021

ÖVP-Klausur: "Die Krise besser bewältigt als andere"

Vor Start der Herbstarbeit zogen ÖVP-Regierungsmitglieder Corona-Bilanz. Wirtschaftsmotor ist voll angelaufen. Land verstärkt Job- und Wissenschaftsprojekte und intensiviert Covid-Impfkampagne.

von Wolfgang Atzenhofer

Ein Wirtschaftsaufschwung, wie ihn das Land seit 14 Jahren nicht mehr erlebt hat, so viele Unternehmensgründungen in einem Halbjahr, wie noch nie und fast um ein Drittel mehr Firmeninvestitionen als vor zwei Jahren...

„Niederösterreich hat die Krise besser bewältigt als viele andere Regionen“, ist Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der ÖVP-Regierungsklausur in Weitra überzeugt. Die große Euphorie erfasst ihr Regierungsteam trotz der sensationellen Wirtschaftsdaten dennoch nicht. Die Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen überschatten den Erfolg und „das Virus ist unberechenbar“, sagt Mikl-Leitner bei der Pressekonferenz in einer Werkshalle der Firma ASMA.

Es sind eindrucksvolle Wirtschaftsdaten, die Mikl-Leitner präsentieren kann. Die Arbeit der Beschäftigten und der Unternehmen, aber wohl auch die richtigen Hilfsmaßnahmen des Landes in der Krise, hätten dazu beigetragen, sagt sie und verweist auf das vor einem Jahr mit 229 Millionen Euro dotierte NÖ-Konjunkturpaket. 180 Millionen Euro wurden davon bereits als Förderungen zugesprochen und haben 500 Millionen Euro Investitionen in NÖ ausgelöst. Noch heuer können Betriebe um die noch offenen 50 Millionen Euro einreichen, so die Landeshauptfrau.

Sie berichtet zudem von einer sensationellen Investitionsprognose für 2021. Die NÖ Unternehmen werden rund acht Milliarden Euro investieren, das sind um drei Milliarden mehr als 2019. In Kooperation mit der Wirtschaftskammer habe man mehr als 3.200 Unternehmen gefördert und begleitet, wodurch Investitionen von über 716 Millionen Euro ausgelöst worden seien, berichtet Mikl-Leitner weiters.

Arbeitsmarkt

Ein florierender Arbeitsmarkt und die Schaffung von Arbeitsplätzen bleibe laut Mikl-Leitner weiter das wichtigste Anliegen. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe man zusammen mit dem AMS 15.000 Landsleuten bei der Jobsuche sowie bei Aus- oder Weiterbildung geholfen. Die Arbeitslosigkeit liege aktuell um drei Prozent niedriger als vor der Pandemie im Jahr 2019, das Angebot offener Stellen sei mit 5.000 Plätzen um 24 Prozent höher. Mit aktuell laufenden zwölf Job-Projekten will das Land weiter mithelfen, dem immer dramatischeren Facharbeitermangel in der Wirtschaft zu bekämpfen. Das Förderprogramm „Job Start“, das Firmen bei Fixanstellungen von Mitarbeitern unterstützt, wird ausgebaut, kündigt die Landeshauptfrau an. Neben der Hälfte der Lohnkosten für ein halbes Jahr werden künftig bis zu 1.500 Euro für Zusatzausbildungen der Jobwerber übernommen.

Bei der Regierungsklausur sind für den Herbst eine Reihe von Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Gesundheit, Familie und Klimaschutz fixiert worden. Sie werden von den Landesräten in den nächsten Wochen vorgestellt, verspricht Mikl-Leitner. Eine ganz besondere Initiative sei dabei das Projekt „Sciene-to-Business“. Durch persönliche Begleitung und Förderung soll Talenten in der Wissenschaft der Weg zum Unternehmertum erleichtert werden. Ziel ist es, in zehn Jahren 250 solcher Firmen in NÖ zu gründen, so die Landeshauptfrau.

Zum Kampf gegen die Pandemie kündigt Mikl-Leitner die Aufstockung der Impfbusse auf sechs Fahrzeuge an. Den gestern von der Bundesregierung präsentierten Katalog an Anti-Corona-Maßnahmen begrüßte sie sehr.

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